Programm 125 Jahre Eingemeindung  Wik


Vor 125 Jahren war die Wik ein bäuerliches Dorf inmitten der Fördelandschaft. Wie sie sich seit ihrer Eingemeindung am 1. April 1893 als Kieler Stadtteil bis heute entwickelt hat, damit beschäftigen sich zwei Festwochen, die mit einer Auftaktveranstaltung am Freitag in der Hebbelschule beginnen.

Die Veranstaltungen wurden alle ehrenamtlich mit viel Liebe und Herzblut organisiert“, beschreibt Ingrid Lietzow, Vorsitzende des Maritimen Vereins, der federführend für die zwei Festwochen ist. Auftakt ist am Freitag, 20. April, um 17 Uhr in der Aula der Hebbelschule. Der Vortrag „Wie veränderte die Eingemeindung das Leben der Menschen in der Wik?“ von Hannelore Pieper-Wöhlk und Dieter Wöhlk gewährt erste Einblicke.

Alle Veranstaltungen wurden von Ehrenamtlern mit viel Herzblut auf die Beine gestellt.

Grund des Wachstums war 1871 die Bestimmung Kiels zum Reichskriegshafen sowie das Flottenbauprogramm des Kaiserreichs. Der erste Teil der Ausstellung „125 Jahre Kiel-Wik – Vom Dorf zum Reichkriegshafen“ wird zudem eröffnet. Zu sehen sind historische Fotos sowie Karten, auf denen sich die bautechnische und demografische Entwicklung verfolgen lässt. Am 26. April und 2. Mai gibt es ab 16 Uhr öffentliche Führungen.

Am 21. und 28. April sowie am 5. Mai führt Rüdiger Bock jeweils ab 14 Uhr durch die Schleusenausstellung des Wasser- und Schifffahrtamtes in den Räumen der ehemaligen Technischen Marineschule (TMS) in der Maschinenhalle 1, Arkonastraße 1. Er möchte den Besuchern den Nord-Ostsee-Kanal als Hauptschlagader Schleswig-Holsteins nahebringen. Am Sonntag, 22. April, wird ab 11.30 Uhr der zweite Teil der Ausstellung mit dem Kurzvortrag zum Thema „Die Beziehungen der Wiker Bürger zum Militär in ihrem Stadtteil“ im Flandernbunker eröffnet. „Es ist eine kleine Ausstellung, aber mit recht viel Material“, erklärte Jens Rönnau, Vorsitzender des Vereins Mahnmal Kilian.

Am Dienstag, 24. April, führt Peter Mattsson vom Verein Maritimes Viertel von 18 bis 19 Uhr durch den Anscharpark, zu dem einst die Krankenhauspavillons, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude, Kesselhaus, Kapelle und Gemüsegarten gehörten. Treffpunkt ist an der Ecke Kiellinie, Feldstraße, Richtung Eingang Anscharpark. Weiter geht es um 19 Uhr im Anscharpark (Haus 8) mit dem Vortrag „Marinekrankenhaus Wik“ von H. Maximilian Mehdorn, der von 1991 bis 2015 Direktor der Klinik für Neurochirurgie an der CAU war, die sich bis 2004 im Anscharpark befand.

Am Mittwoch, 25. April, dreht sich ab 19 Uhr in der Maschinenhalle der TMS alles um die „Geschichte der Marine in der Wik“. Referent ist Johannes Rosenplänter vom Stadtarchiv Kiel. Am Donnerstag, 26. April, präsentieren Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschüler am Elendsredder von 14 bis 16 Uhr den Stadtteil aus der Perspektive einzelner Unterrichtsfächer. Und am Freitag, 27. April, geht es um 19 Uhr im Maschinenmuseum weiter mit der Ausstellungseröffnung und dem Vortrag „Das Gaswerk in der Wik“ von Museumsleiter Peter Horter.

Großes Bedürfnis nach kirchlichem Gemeindeleben

Wie groß das Bedürfnis der Wiker nach kirchlichem Gemeindeleben war, damit beschäftigt sich am Samstag, 28. April, von 10 bis 14 Uhr ein Thementag der drei Wiker Kirchengemeinden: „125 Jahre Eingemeindung Wik – die Geschichte der Wiker Kirchen“ mit Vorträgen von Rolf Fischer ab 10 Uhr, der sich mit der Zeit von 1945 bis heute beschäftigt, und ab 11.45 Uhr mit einem Vortrag von Merten Worm, der über die Zeit bis 1945 referiert. Ebenso gibt es Gottesdienste, einen Spaziergang zur Petruskirche und gemeinsames Essen.

Abschluss ist am Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr in der St. Lukas-Kirche: Die Emmaus-Kirchengemeinde lädt zu einem Abend mit Wiker Geschichten aus 125 Jahren mit Bärbel Schlenz und Walter Tischendorf ein. Dazu singt die Wiker Chorvereinigung von 1876.

Von Karina Dreyer, KIeler Nachrichten vom 18. April 2108


hier: Programm 125 Eingemeindung Wik in die Stadt Kiel (pdf)

Programm

20.04.2018 – 17:00 Uhr

Hebbelschule – Foto: Siegbert Brey

Auftaktveranstaltung
in der Aula der Hebbelschule
Ansprache durch den Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar – Eröffnung der Festwochen

Vortrag: „Wie veränderte die Eingemeindung das Leben der Menschen in der Wik?“
Ref.: Hannelore Pieper-Wöhlk und Dr. Dieter Wöhlk
Anhand von Bildern und Dokumenten skizzieren die Vortragenden die in wenigen Jahren abgelaufenen Veränderungen in der Situation der Wik und ihrer Einwohner vor und nach der Eingemeindung. Aus dem kleinen Ort mit jahrhundertealter bäuerlicher Tradition in einer zauberhaften Fördelandschaft wird durch die Eingemeindung ein Großstadt-Stadtteil, geprägt durch Industriekomplexe, Militäranlagen und moderne Wohnquartiere.


21.04.2018, 28.04.2018 und 05.05.2018, jeweils von 14:00 – 16:00 Uhr/17:00 Uhr

Maschinenhalle 1 in der TMS – Foto: MV

Eine Führung durch die Schleusenausstellung des Wasser- und Schifffahrtamtes Kiel (WSA)

in den Räumen der ehemaligen Technischen Marineschule Kiel (TMS) in der Maschinenhalle 1, Arkonastraße 1 in Kiel-Wik gehört zum Gang durch das Maritime Viertel dazu. Hier in der Arkonastraße 1 wird aber auch der Kieler Tatort mit Kommissar Borowski gedreht. Danach geht es ab 16:00 Uhr auf die Schleusenplattform am Kanal. Lassen Sie sich die Funktion der Schleusen vor Ort erklären und genießen Sie von dort oben einen Blick auf das bunte Treiben am Kanal.
Führung: Rüdiger Bock, ehrenamtlich. Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit für WSA-Holtenau und Schleusenführer


22.04.2018 – 11:30 Uhr 

Flandernbunker – Foto: Dr. Jens Rönnau

Ausstellungseröffnung „125 Jahre Kiel-Wik Vom Dorf zum Reichskriegshafen“

Ref.: Dr. Dieter Wöhlk

Es sprechen Annegret Wilms, Schulleiterin der Hebbelschule, Peter Mattsson, stellvertretender Vorsitzender Verein Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e. V, Phillipp Timm, stellvertretender Vorsitzender des Ortsbeirates Kiel-Wik und Dr. Jens Rönnau, Vorsitzender Verein Mahnmal Kilian e. V..

1893 wurde das Dorf Wik eingemeindet. Grundlage des städtischen Wachstums war die Bestimmung der Fördestadt zum Reichskriegshafen 1871 sowie das Flottenbauprogramm des deutschen Kaiserreichs. Nicht alle Entwicklingen verliefen reibungslos und die Marine dominierte bald die Stadt. Doch mit der wachsenden Stadt ging ein wirtschaftlicher Aufschwung einher, der Tausende Existenzen sicherte – bis der Erste Weltkrieg grausam Tribut forderte.

Dauer der Ausstellung: 22.04.2018 bis 24.06.2018, Mo.-Fr. 11.00 – 15:00 Uhr, So. 11:00 – 17:00 Uhr
Flandernbunker, Kiellinie 249, 24106 Kiel


24.04.2018 – 18.00 Uhr bis 19:00 Uhr 

Anscharpark – Foto: Stadtplanung Kiel

Führung durch den Anscharpark

Leitung: Peter Mattsson, Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e. V., Treffpunkt: Ecke Kiellinie, Feldstraße, Richtung Eingang Anscharpark
Das Anschargelände umfasste ursprünglich rund 20 Gebäude, darunter Krankenhauspavillons, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude, Kesselhaus, Operations- und Badehaus, Absonderungs- und Leichenhaus, Pförtnerhaus und Kiosk, Inspektoren- und Unterbeamtenhaus, Tierstall, Kapelle und Gemüsegarten.


24.04.2018 – 19:00 Uhr

Anscharpark – Foto: MV

Vortrag: „Marinekrankenhaus Wik“

Grußworte: Sozialdezernent Gerwin Stöcken
Anscharpark Haus 8
Ref.: Prof. Dr. med H. Maximilian Mehdorn.
Prof. Mehdorn war von 1991 bis 2015 Prof. für Neurochirurgie und Direktor der Klinik für Neurochirurgie der Christian-Albrechts-Universität Kiel/Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel. Bis 2004 befand sich die Neurochirurgische Universitätsklinik Kiel in den Gebäuden des
Anscharkrankenhauses Wik.


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25.04.2018 – 19:00 Uhr

Luftaufnahme MStpkt Kiel – Foto: Deutsche Marine

Vortrag: „Geschichte der Marine in der Wik“

Grußwort: Standortältester Kiel – Herr Fregattenkapitän Alexander Koch
Ref.: Dr. Jann Marcus Witt, Historiker
Maschinenhalle 1 der ehemaligen Technischen Marineschule Kiel (TMS Kiel) – Arkonastraße 1


26.04.2018 – 14:00 bis 16:00 Uhr

Schüler FJS – Foto: Internetseite FJS

Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule, Standort Wik – Elendsredder 26 – 24106 Kiel

Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgängen.
Grußworte: Robert Vollborn, stellv. Stadtpräsident
Die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule, Standort Wik präsentiert aus der Perspektive einzelner Unterrichtsfächer (Geschichte, Geografie oder Wirtschaft/Politik) den Stadtteil Wik.
Abgerundet wird die Ausstellung durch einen selbstgedrehten Videobeitrag, welcher einzelne Plätze im Stadtteil in Szene setzt.


27.04.2018 – 19:00 Uhr

Gaswerke Wik – Foto: Stadtwerke Kiel

Vortrag: „Das Gaswerk in der Wik“

Vortrag und Ausstellungseröffnung,

Ausstellung vom 27.04.2018 bis 13.05.2018,
Ref.: Peter Horter, Leiter Maschinenmuseum Kiel-Wik


28.04.2018 – 10:00 Uhr

Petruskirche – Foto: Matthias Süßen

Thementag der Wiker Kirchengemeinden
125 Jahre Eingemeindung Wik – die Geschichte der Wiker Kirchen
10:00 Uhr
Begrüßung und Ökumenischer Gottesdienst in derLukas-Kirche, Holtenauer Str. 327
Pastor Michael Schwer, Emmaus-Kirchengemeinde und Lothar Lorenz von der katholischen St. Heinrich Gemeinde
10:35 Uhr
Kurzvortrag: Die Wiker Kirchen 1945 bis 2018,
Ref.: Rolf Fischer, Staatssekretär a.D., anschließend Kirchencafé
11:30 Uhr
Spaziergang zur Petruskirche, Adalbertstr. 10
11:45 Uhr
Begrüßung und Hinführung in der Petruskirche (Pastor Lutz Damerow)
11:50 Uhr
Kurzvortrag: Die Wiker Kirchen bis 1945,
Ref.: Merten Worm, Historiker
12:20 Uhr
Lied, Gebet und Segen in der Kirche. Offizieller Schlusspunkt der Veranstaltung (Pastor Damerow)

ca. 12:30 Uhr Gemeinsames Essen im „Café Dreimaster“ Petruskirche

Cafe´ DREIMASTER – Foto: Karina Dreyer

Die Geschichte der Wik ist immer auch die Geschichte ihrer Kirchen. Errichtet als Garnisonskirchen sind sie Beispiele für eine ganz besondere Stadtteilentwicklung, in dem das Militär, aber auch wichtige Verwaltungen und infrastrukturelle Großprojekte, wie z.B. der Kanalbau, ihre tiefen Spuren hinterlassen haben. Gleichsam hat sich die Wik zu einem vielfältigen und modernen Bezirk entwickelt. Die Kirchengemeinden haben diese Prozesse über die ganze Zeitspanne begleitet und auch beeinflusst. Daran zu erinnern und dies interessant darzustellen ist das Ziel des gemeinsamen Thementages mit Vorträgen, Besichtigungen und Essen.


04.05.2018 – 19:00 Uhr

St. Lukas-Kirche

St. Lukas-Kirche – Foto: Emmaus-Kirchengemeinde

Grußworte: OB Dr. Ulf Kämpfer
Die Emmaus-Kirchengemeinde lädt zu einem Abend mit Wiker Geschichten aus 125 Jahren als Kieler Stadtteil und zu Wiker Gesprächen mit Bärbel Schlenz und Walter Tischendorf: “Eine schöne Geschichte aus unserer Gründerzeit“.
Dazu passende Chorsätze der Wiker Chorvereinigung von 1876 e.V. unter der Leitung von Chorleiter Wolfgang Szwillus.
Ende der Festwochen: Gemeinsames Singen des Schleswig-Holstein-Liedes



hier: Flyer 125 Eingemeindung Wik in die Stadt Kiel (pdf)
Verantwortlich für die Gestaltung der Festwochen: Peter Mattsson, Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e. V., phone 0151 21247791
 

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