Presse- und Informationsmappe


125 Jahre – Eingemeindung Wik in die Stadt Kiel

Mit der Auftaktveranstaltung unserer Festwochen zum Thema „125 Jahre – Eingemeindung der Wik in die Stadt Kiel“ am 20.04.2018 in der Hebbelschule, begann eine Serie von Vorträgen, Führungen und Veranstaltungen.

Zur Halbzeit, möchten wir eine Aussage des 1. Vorsitzenden vom „Mahnmal Kilian e.V.“ (Flandernbunker), Dr. Jens Rönnau, zitieren, den alle aktiv Beteiligten aus tiefster Überzeugung heraus unterstreichen können: „Es ist wunderbar zu sehen, wie viele Menschen, Einrichtungen und Vereine sich an diesem Programm zu 125 Jahre Kiel-Wik beteiligen!“ Weiter Peter Mattsson, Organisator der Festwochen: „Bisher waren alle Veranstaltungen gut besucht, teilweise reichte die vorgesehene Bestuhlung nicht aus, denn viele Besucher ließen keine einzige Veranstaltung aus!“

Begeistert folgten in der Hebbelschule 75 Besucher den spannenden Referaten des Ehepaars Dr. Dieter Wöhlk und Hannelore Pieper-Wöhlk über die Geschichte der Wik vom kleinen Dorf bis hin zum maritimen Stadtteil der expandierenden Stadt Kiel. Begleitet von weiteren informativen und humorvollen Ansprachen und eines musikalischen Beitrags der Streichergruppe des Schulorchesters, schwelgten viele Besucher begeistert in ihrer eigenen Vergangenheit beim Betrachten vieler ausgestellter Bilder aus längst vergangenen Wiker Zeiten.
Auch entdeckte so mancher alte Weggefährten von früher, was oft an Klassentreffen erinnerte.
Mit großem Einsatz beteiligten sich Schüler der Hebbelschule an diesem ersten Aktionstag bei der Bewirtung ihrer Gäste und dem korrekten Zusammenspiel von Technik und Ausstattung.

Schon am darauf folgenden Samstag entführte der Schleusenführer Rüdiger Bock, im Rahmen seiner ehrenamtlichen Öffentlichkeitsarbeit für das WSA Holtenau, zusammen mit seinen Vereinskameraden Klaus Käding und Jürgen Eckert eine größere Gruppe von Besuchern in die Geschichte und Bautechnik des NOK’s und seiner Schleusenanlagen bei einem Rundgang durch die Schleusenausstellung in der TMS mit anschließendem Besuch der Aussichtsplattform „Torbunker 4“ an der Großen Südkammer.

Die Auftaktveranstaltung fand ihre direkte Fortsetzung in einer Ausstellungseröffnung über die Wandlung des Dorfes Wik zum Reichskriegshafen im Flandernbunker.
Der Schwerpunkt lag auf den Kriegsereignissen und der Nachkriegszeit. Hier fand der Vortrag von Dr. Wöhlk bei vielen Besuchern großes Interesse, nach einleitenden Worten des 2. Vorsitzenden vom „Maritimen Viertel/Kultur am Kanal e.V.“, Peter Mattsson.

Zwei Tage später, am 24.04.18, referierte, nach einem kurzen Vorwort des Sozialdezernenten Gerwin Stöcken, dann der frühere Leiter und Direktor der Nerochirurgie im damaligen Anscharkrankenhaus, Prof. Dr. med. H. Maximilian Mehdorn im Haus 8 über sein Wirken in diesem ehemaligen Marinekrankenhaus. Seinen launig vorgetragenen spannenden Ausführungen lauschten fasziniert 70 Teilnehmer an diesem Abend, als es u.a. auch um die OP-Methoden und die oft rauhen Umgangsformen in der Kaiserzeit ging. So mancher Besucher wurde da möglicherweise plötzlich von seinen körperlichen Beschwerden auf wundersame Weise befreit.

Dem vorher durchgeführten Rundgang durch das Gelände des ehemaligen Marinekrankenhauses mit seinem wunderschönen alten Baumbestand und den alten Gebäuden folgten 76 Gäste.
Peter Mattsson verstand es dabei prächtig, mit seinem typischen Humor den Besuchern das frühere Krankenhaus fast wie ein Sanatorium vorzustellen, das über einen eigenen Haustierbestand und umfangreiche Gartenanlagen verfügte; allerdings auch über ein eigenes „Absonderungs- u. Leichenhaus“.

Natürlich wäre die Wik nichts ohne die Marine, und so lud diese am 25.04.18 in die TMS ein. Vom Standortältesten des Marinestützpunktes Wik, Fregattenkapitän Alexander Koch, erfuhren rund 40 Gäste vor allem Wissenswertes über die Zukunft des Marineareals. Vorher erläuterte Dr. Rosenplänter, Leiter des Stadtarchivs der Landeshauptstadt Kiel, den Besuchern das damalige Verhältnis der Wiker Bürger und der Stadt Kiel zur Marine und deren durchsetzungsstarker Expansionspolitik. Ein hervorragend arangiertes kaltes Buffett der Marine rundete mit vielen Gesprächen den tollen Abend ab.
Gleich am nächsten Tage waren alle Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule in der Wik gefragt. Als Höhepunkt präsentierten sie einen selbstgedrehten Film, der einzelne Plätze dieses Stadtteils gekonnt in Szene setzt. Um diesen Medienzweig weiter zu beschreiten und auszubauen, wären die Schüler über Sponsoren aus Wirtschaft oder der Stadt dankbar, um eine profihaftere Ausrüstung zu erstehen. Bei der Eröffnung fanden sich ca. 30 Besucher ein, deren Anzahl natürlich tagsüber durch die Anwesenheit von rund 200 Schülern und Lehrkräften getopt wurde, die sich ihre Veranstaltungen nicht entgehen lassen wollten.

Am 27.04.18 lud das Maschinenmuseum zu einem Vortrag über das ehemalige Gaswerk auf seinem Gelände oberhalb der NOK-Schleusen ein. Peter Horter sprach über die alte Zeit in der Wik, als das Licht noch aus Gaslaternen kam. Viele Besucher träumten vielleicht von „der guten alten Zeit“?

Als absolut gelungen kann man den Thementag der Wiker Kirchengemeinden bezeichnen. Beginnend mit einem ökumenischen Gottesdienst des Pastors Michael Schwer und des katholischen Pastors Lothar Lorenz von der St. Heinrich Gemeinde, anschließenden Vortrags über das Verhältnis der Kirche zur Eingemeindung und eines kleinen Imbisses, startete die St. Lukas-Kirche den Tag. Der ehem. Staatssekretär Rolf Fischer präsentierte, nach aufwendigen Recherchen im Kirchenarchiv, in einem hervorragenden Vortrag einen Blick hinter die Kulissen der damaligen, verzweigten Kirchengemeinden und deren weiteren Entwicklung bis zum heutigen Tage. Nach anschließendem Fußmarsch zur Petrus-Kirche folgte dort der zweite Teil des Vortrages durch den Historiker und Stadtführer Merten Worm. Über ausgestellte alte Schriftstücke und Bilder der ehemaligen Garnisionkirche konnten die insgesamt 70 Besucher die Geschichte abrunden. Ein abschließendes Gebet mit Pastor Lutz Damerow und das Mittagessen im lauschigen und gemütlichen „Café Dreimaster“ beendete diese gemeinsame Aktion der Wiker Kirchengemeinden. Am gleichen Nachmittag fanden sich an diesem zweiten Aktionssamstag interessierte Besucher in der TMS ein, um unter Führung von Rüdiger Bock, Klaus Käding und Jürgen Eckert die Schleusenausstellung und den Torbunker 4 zu besichtigen.

Neben möglichen Besuchen der Ausstellungen im Flandernbunker, dem Maschinenmuseum und der Schleusenausstellung in der TMS, erfolgt das große Finale dieser Festwochen am 4. Mai 2018 um 19.00 h in der Lukas-Kirche. Einem Grußwort des Oberbürgermeisters Dr. Ulf Kämpfer folgen Lesungen über alte Geschichten aus der Wik von Bärbel Schlenz und Walter Tischendorf, Gesänge der Wiker Chorvereinigung und abschließend das gemeinsame Singen des Schleswig-Holstein-Liedes.

Geplant ist ferner ein kleines Buch über die Wik und ihre Geschichte vom Ehepaar Wöhlk. Der Verein Maritimes Viertel ist begeistert vom bisherigen Ablauf dieser Festtage und bedankt sich herzlichst bei allen Beteiligten.

Text von Rüdiger Bock, Fotos: Karina Dreyer, Maritimes Viertel e. V.


Die Organisatoren der Festwochen: (v. l . n. r.) Jens Rönnau, Michael Schwer, Nils Lemke, Bärbel Schlenz, Dieter Wöhlk, Mathias Niopek, Hannelore Pieper-Wöhlk, Merten Worm, Ingrid Lietzow, Rüdiger Bock und Lutz Damerow. Foto: Karina Dreyer

 

(v. l.): Jens Rönnau, Lutz Damerow, Jens Rönnau, Michael Schwer, Nils Lemke, Merten Worm, Ingrid Lietzow, Bärbel Schlenz, Hannelore Pieper-Wöhlk, Mathias Niopek, Dieter Wöhlk und Rüdiger Bock, Foto: MV/Karina Dreyer

 

v. l. n . r. vordere Reihe: Hannelore Pieper-Wöhlk, Dieter Wöhlk, Bärbel Schlenz, Merten Worm, Rüdiger Bock, Hintere Reihe: Nils Lemke, Mathias Niopek, Michael Schwer, Ingrid Lietzow, Jörg Rönnau, Lutz Damerow, Foto: Karina Dreyer


Vor 125 Jahren war die Wik ein bäuerliches Dorf inmitten der Fördelandschaft. Wie sie sich seit ihrer Eingemeindung am 1. April 1893 als Kieler Stadtteil bis heute entwickelt hat, damit beschäftigen sich zwei Festwochen, die mit einer Auftaktveranstaltung am Freitag in der Hebbelschule beginnen.

Die Veranstaltungen wurden alle ehrenamtlich mit viel Liebe und Herzblut organisiert“, beschreibt Ingrid Lietzow, Vorsitzende des Maritimen Vereins, der federführend für die zwei Festwochen ist. Auftakt ist am Freitag, 20. April, um 17 Uhr in der Aula der Hebbelschule. Der Vortrag „Wie veränderte die Eingemeindung das Leben der Menschen in der Wik?“ von Hannelore Pieper-Wöhlk und Dieter Wöhlk gewährt erste Einblicke.

Alle Veranstaltungen wurden von Ehrenamtlern mit viel Herzblut auf die Beine gestellt.

Grund des Wachstums war 1871 die Bestimmung Kiels zum Reichskriegshafen sowie das Flottenbauprogramm des Kaiserreichs. Der erste Teil der Ausstellung „125 Jahre Kiel-Wik – Vom Dorf zum Reichkriegshafen“ wird zudem eröffnet. Zu sehen sind historische Fotos sowie Karten, auf denen sich die bautechnische und demografische Entwicklung verfolgen lässt. Am 26. April und 2. Mai gibt es ab 16 Uhr öffentliche Führungen.

Am 21. und 28. April sowie am 5. Mai führt Rüdiger Bock jeweils ab 14 Uhr durch die Schleusenausstellung des Wasser- und Schifffahrtamtes in den Räumen der ehemaligen Technischen Marineschule (TMS) in der Maschinenhalle 1, Arkonastraße 1. Er möchte den Besuchern den Nord-Ostsee-Kanal als Hauptschlagader Schleswig-Holsteins nahebringen. Am Sonntag, 22. April, wird ab 11.30 Uhr der zweite Teil der Ausstellung mit dem Kurzvortrag zum Thema „Die Beziehungen der Wiker Bürger zum Militär in ihrem Stadtteil“ im Flandernbunker eröffnet. „Es ist eine kleine Ausstellung, aber mit recht viel Material“, erklärte Jens Rönnau, Vorsitzender des Vereins Mahnmal Kilian.

Am Dienstag, 24. April, führt Peter Mattsson vom Verein Maritimes Viertel von 18 bis 19 Uhr durch den Anscharpark, zu dem einst die Krankenhauspavillons, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude, Kesselhaus, Kapelle und Gemüsegarten gehörten. Treffpunkt ist an der Ecke Kiellinie, Feldstraße, Richtung Eingang Anscharpark. Weiter geht es um 19 Uhr im Anscharpark (Haus 8) mit dem Vortrag „Marinekrankenhaus Wik“ von H. Maximilian Mehdorn, der von 1991 bis 2015 Direktor der Klinik für Neurochirurgie an der CAU war, die sich bis 2004 im Anscharpark befand.

Am Mittwoch, 25. April, dreht sich ab 19 Uhr in der Maschinenhalle der TMS alles um die „Geschichte der Marine in der Wik“. Referent ist Johannes Rosenplänter vom Stadtarchiv Kiel. Am Donnerstag, 26. April, präsentieren Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschüler am Elendsredder von 14 bis 16 Uhr den Stadtteil aus der Perspektive einzelner Unterrichtsfächer. Und am Freitag, 27. April, geht es um 19 Uhr im Maschinenmuseum weiter mit der Ausstellungseröffnung und dem Vortrag „Das Gaswerk in der Wik“ von Museumsleiter Peter Horter.

Großes Bedürfnis nach kirchlichem Gemeindeleben

Wie groß das Bedürfnis der Wiker nach kirchlichem Gemeindeleben war, damit beschäftigt sich am Samstag, 28. April, von 10 bis 14 Uhr ein Thementag der drei Wiker Kirchengemeinden: „125 Jahre Eingemeindung Wik – die Geschichte der Wiker Kirchen“ mit Vorträgen von Rolf Fischer ab 10 Uhr, der sich mit der Zeit von 1945 bis heute beschäftigt, und ab 11.45 Uhr mit einem Vortrag von Merten Worm, der über die Zeit bis 1945 referiert. Ebenso gibt es Gottesdienste, einen Spaziergang zur Petruskirche und gemeinsames Essen.

Abschluss ist am Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr in der St. Lukas-Kirche: Die Emmaus-Kirchengemeinde lädt zu einem Abend mit Wiker Geschichten aus 125 Jahren mit Bärbel Schlenz und Walter Tischendorf ein. Dazu singt die Wiker Chorvereinigung von 1876.

Von Karina Dreyer, KIeler Nachrichten vom 18. April 2108

hier: Programm 125 Eingemeindung Wik in die Stadt Kiel (pdf)

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Das waren Veranstaltungen „125 Jahre Eingemeindung Wik“

125 Jahre Eingemeindung Wik in die Stadt Kiel

Vor 125 Jahren war die Wik ein bäuerliches Dorf inmitten der Fördelandschaft. Wie sie sich seit ihrer Eingemeindung am 1. April 1893 als Kieler Stadtteil bis heute entwickelt hat, damit beschäftigen sich zwei Festwochen, die mit einer Auftaktveranstaltung am Freitag in der Hebbelschule begannen. „Die Veranstaltungen wurden alle ehrenamtlich mit viel Liebe und Herzblut organisiert“, beschrieb Ingrid Lietzow, Vorsitzende des Maritimen Vereins, der federführend für die zwei Festwochen ist.

hier: Fotos Auftaktveranstaltung in der Hebbelschule

Eingestimmt wurden die zahlreich erschienene Besucher durch das Schulorchester der Hebbelschule mit beschwingter Musik aus der Zeit kurz nach der Engemeindung. Frau Wilms, Schulleiterin der Hebbelschule und Peter Mattsson vom Verein Maritimes Viertel begrüßten die Gäste bevor Stadtrat Gerwin Stöcken, der in Vertretung des Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, eine launige Festrede hielt. Auftakt war der Vortrag „Wie veränderte die Eingemeindung das Leben der Menschen in der Wik?“ von Hannelore Pieper-Wöhlk und Dieter Wöhlk und gewährten erste Einblicke. Grund des Wachstums war 1871 die Bestimmung Kiels zum Reichskriegshafen sowie das Flottenbauprogramm des Kaiserreichs. Der erste Teil der Ausstellung „125 Jahre Kiel-Wik – Vom Dorf zum Reichkriegshafen“ wurde durch Mattsson eröffnet. Zu sehen sind historische Fotos sowie Karten, auf denen sich die bautechnische und demografische Entwicklung verfolgen lässt. Verantwortlich für die Ausgestaltung zeichnete Mathias Niopek vom Landesvermessungsamt. (Mathias: BZ!)

Ausstellungseröffnung „125 Jahre Kiel-Wik Vom Dorf zum Reichskriegshafen, Teil 2“

Es sprachen: Annegret Wilms, Schulleiterin der Hebbelschule, Peter Mattsson, stellvertretender Vorsitzender Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e. V, Phillipp Timm, stellvertretender Vorsitzender des Ortsbeirates Kiel-Wik, Dr. Jens Rönnau, Vorsitzender Mahnmal Kilian. Es gab einen Kurzvortrag von Dr. Dieter Wöhlk zum Thema „Die Beziehungen der Wiker Bürger zum Militär in ihrem Stadtteil“. Die Ausstellung erläutert mit Bildern und Informationen ausgewählte Entwicklungen und Schicksale. Dauer der Ausstellung: 22. April 24. Juni, montags bis freitags 11 bis 15 Uhr, sonntags 11 bis 17 Uhr, Flandernbunker, Kiellinie 249. Teil 1 der Ausstellung wird am 20. April um 17 Uhr in der Hebbelschule, als Kooperationspartner des Vereins Mahnmal Kilian, eröffnet.

hier: Fotos Ausstellungseröffnung 2. Teil im Flandernbunker


Taschenbuch: Der Kieler Stadtteil Wik

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dieter Wöhlk wurde in Kiel geboren, studierte Mathematik, Chemie sowie Erziehungswissenschaften und war viele Jahre an verschiedenen Schulen bzw. Hochschulinstituten und als Wissenschaftsautor tätig, bevor er 2006 pensioniert wurde. Er ist in der Gesellschaft Kieler Stadtgeschichte engagiert. Seit 1997 hat er zahlreiche Aufsätze und Bücher zur Regionalgeschichte Kiels veröffentlicht. Mit seiner Frau Hannelore Pieper-Wöhlk teilt er die Leidenschaft für Skandinavien, Sport und Fotografie.
Taschenbuch: 128 Seiten, Verlag: Sutton; Auflage: 1 (3. Juni 2013), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3954001837, ISBN-13: 978-3954001835

Bei uns zu erwerben: Preis 18,95€


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Wichtiges über Kiel-Wik heute:

Der Stadtteil Wik liegt im Norden der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Sowohl flächenmäßig als auch mit einer Gesamtbevölkerung von 18.813 Einwohnern ist die Wik der zweitgrößte Stadtteil Kiels (Stand 31. Dezember 2014).[1] Kiel-Wik ist maritim geprägt und beheimatet den Marinestützpunkt Kiel (Tirpitzhafen) und ist Liegeplatz des Segelschulschiffs Gorch Fock.

Geschichte

Urkundlich wird das Dorf Wik im Jahre 1286 als Kotelwik bezeichnet. Der Name weist auf halbslawischen Ursprung hin und bedeutet so viel wie Kesselbucht. Aber schon im Jahr 1317 wird das Dorf Wyck genannt. Im Jahr 1886 wurden auf Initiative der Landgemeinde Wik Verhandlungen über die Eingemeindung geführt. Die Gemeinde sah sich außerstande die Kosten, die durch den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals auf sie zu kamen, allein zu tragen. Wegen des zunächst erfolgten Einspruchs der königlichen Regierung verzögerte sich die Eingemeindung und konnte erst am 1. April 1893 erfolgen. Das Kieler Stadtgebiet vergrößerte sich um 514,43 Hektar.

In den Jahren 2007–2009 wurde ein im Zweiten Weltkrieg errichteter Hochbunker auf dem Gelände der ehemaligen Technische-Marine-Schule (TMS) an der Prinz-Heinrich-Straße abgerissen.

Der Stadtteil in seinen Grenzen

Im Folgenden werden die Grenzen des Stadtteils im Norden startend im Uhrzeigersinn fortlaufend angegeben: Im Norden wird der Stadtteil durch den in West-Ost-Richtung verlaufenden Nord-Ostsee-Kanal begrenzt, im Osten durch die Kieler Förde, im Süden durch Parkstraße, Niemannsweg, Koesterallee, Düvelsbeker Weg, Kreuzung Belvedere, Paul-Fuß-Straße, Westring, Bundesstraße 76, Bremerskamp, der Grünfläche zwischen Johann-Fleck-Straße und Klausbrooker Weg. Im Westen bildet die Güter-Bahnlinie und eine Zickzacklinie östlich der Sportanlagen durch das Projensdorfer Gehölz die Grenze des Stadtteils.

Die angrenzenden Stadtteile im Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Nördlich grenzt der Stadtteil Holtenau an, zu dem auch der Kanal gehört, südlich angrenzen die Stadtteile Düsternbrook, Blücherplatz und Ravensberg, sowie die Gemeinde Kronshagen. Im Westen grenzt Wik an den Stadtteil Suchsdorf.

Das Stadtviertel Steenbek-Projensdorf ist ein Teil des Stadtteils Wik. Die Grenze bildet von der Kanalhochbrücke Holtenau an südwärts verlaufend die Bundesstraße 503 bis zur Tunnelkreuzung mit dem Steenbeker Weg und von da an Projensdorfer Straße und Westring.

Zwischen Projensdorf und Suchsdorf befindet sich die Siedlung Klausbrook, ein Ende der 1980er Jahre entstandenes Wohngebiet. Die 2008 mit der Oster- und Petrus-Nord-Gemeinde zur Emmausgemeinde fusionierte Martinsgemeinde unterhielt hier bis 2009 ein zweites Gemeindezentrum.

Kanalquerung

Über den Kanal führen in Kiel vier Hochbrücken. Zwei in der Wik und zwei in Suchsdorf. Für eine Überquerung mit dem Fahrrad oder zu Fuß wurde bereits in Zeiten des Kanalbaus eine Fährverbindung eingesetzt. Die Überfahrt ist seit jeher kostenlos, ein entsprechendes Gesetz zur kostenlosen Überquerung wurde bereits von dem Erbauer des Kanals, Kaiser Wilhelm I. (Fertigstellung und Einweihung durch Kaiser Wilhelm II.), erlassen, da es sich um ein unnatürliches Landschaftshindernis handelt. Die Fähre Wik–Holtenau wird mit der 14 Meter langen und 5 Meter breiten Adler I durchgeführt. Das bis zu 49 Personen und etwa 24 Fahrräder aufnehmende Fahrzeug befördert während der Sommermonate 3000–4000 Fahrgäste täglich auf der 3–5 Minuten langen Fahrt vom einen zum anderen Ufer, im Winter sind es nur bis zu 1000.

Bildung

Im Stadtteil liegen die folgenden Bildungseinrichtungen:

  • Hebbelschule (Gymnasium) – Die Schule wurde 1902 als „Städtische Realschule Kiel“ (ausschließlich für Jungen) gegründet und nutzte damals Räumlichkeiten in der Waitzstraße. 1903 wurde sie in „Oberrealschule I“ umbenannt und 1922 nach dem Dichter Friedrich Hebbel in Hebbelschule umbenannt. 1944 wurden die Gebäude schwer beschädigt, sodass der Unterricht von 1945 bis 1958 in den Räumen der Ricarda-Huch-Schule stattfand. 1958 wurde der heutige Standort an der Feldstraße bezogen. Seit 1971 gehen Jungen und Mädchen an diese Schule. Die Räumlichkeiten stehen unter Denkmalschutz.
  • Timm-Kröger-Regionalschule – Die Schule ist 2010 aus dem Zusammenschluss der Timm-Kröger-Realschule und der Grund- und Hauptschule Peter-Petersen-Schule entstanden.
  • Schule am Sonderburger Platz (Grundschule)
  • Ernst-Barlach-Gymnasium (Steenbek-Projensdorf)

Sportstätten

  • Holstein-Stadion, Heimstadion des Kieler Fußballvereins Holstein Kiel
  • Sportanlage Timmerberg. Heimstätte des Wiker SV

Planungsausschuß 125 Jahre Eingemeindung der Wik / 1. April 1893 – 1. April 2018“

1. Sitzung am 21.11.2017 in den Räumen der ehem. Technischen Marineschule Kiel, Arkonastraße 1

Nach allgemeiner Begrüßung durch die Sitzungsleiterin Ingrid Lietzow und einer kurzen Vorstellungsrunde wurden Termine, die möglichen Aktionspunkte u. –themen erörtert, diskutiert und einzelnen Gruppen zugeteilt.

Teilnehmer an der Veranstaltung in den Räumen des Maritimen Viertel – Kultur am Kanal e. V.

 

Vorstand Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e.V., v.l.n.r.: Rüdiger Bock, Schriftführer, Ingrid Lietzow, Vorsitzende, Peter Mattsson, Stellvertreter, Gehard Tanski, Historiker, Helmut Knoll, Finanzen.

 

Vorstandsmitglieder Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e. V.

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