MARITIMES VIERTEL – Refugees Welcome!

Kieler Nachrichten vom 17.05.2017, Seite 29, Text und Foto von Thomas Eisenkrätzer


Mama lernt Deutsch – die Kinder spielen
Gesicherte Nachwuchsbetreuung kommt gut an. Der Jugendtreff hat alles. Das einzige, was fehlt, sind deutsche Freunde im gleichen Alter. Jule Stark (24), Sozialarbeiterin

Im Oktober 2015 zogen die ersten Flüchtlinge in die Wiker Gemeinschaftsunterkunft. Im Moment leben rund 600 Menschen in den ehemaligen Marinegebäuden. Viele Angebote helfen ihnen auf dem Weg in den Alltag, darunter Deutschkurse für junge Mütter und Freizeitspaß für den Nachwuchs.

„Für junge Mütter mit kleinen Kindern ist es besonders schwierig, Deutschkurse zu besuchen, wenn die Kinder nicht gut untergebracht sind“, erklärt Unterkunftsleiterin Katrin Mates von der Diakonie Altholstein. Deshalb wurden zwei Sprachkurse in der Unterkunft und mit Kinderbetreuung in einem Spielzimmer gleich nebenan organisiert. Vom Alphabet bis zum Vokabular beim Arztbesuch: Heilpädagogin Sabine Ebel-Urbanyi lehrt den 20 Müttern dreimal in der Woche drei Stunden lang nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch, wie sie sich im deutschen Alltag besser zurecht finden können. Und das läuft gut: „Mit der Kinderbetreuung gibt es eine Verbindlichkeit, sie kommen pünktlich und regelmäßig, sind fleißig und lernen viel“, lobt sie. Doch für die Sprachkurse, die noch ausgebaut werden sollen, braucht es Spendengelder: Rund 10 000 Euro sind nötig, um den Bestand längerfristig zu sichern.

Auch viele Ehrenamtliche sind noch emsig im Einsatz in der Wik. Aus dem Willkommen wurde ein Ankommen, aus der „Willkommenskultur Wik“ wurde „Wik – Wir integrieren Kulturen“. Zu der Initiative gehören Sprachkurse, kreative Angebote für Kinder, Hilfe bei der Suche nach einer Wohnung, Ausbildung und Arbeit. „Momentan bieten 20 Ehrenamtliche vier Sprachkurse an, von der Alphabetisierung bis zur Vorbereitung auf die Prüfung für das Sprachniveau A 2“, erklärt Lena Feige. Über Verstärkung im Team würde sie sich sehr freuen. Wer Interesse hat, findet unter www.wik-kiel.de weitere Infos.

Im August 2016 hat die Stadt zudem einen Treff für die rund 200 Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinschaftsunterkunft eingerichtet. Es gibt eine Kita, die von der Stiftung für Kinder, Jugend- und Soziale Hilfen geleitet wird und ein Jugendtreff des Kirchenkreises Altholstein. Hier wird nachmittags gespielt, gelernt, gechillt und musiziert. Der Jugendtreff hat alles, um sich wohl zu fühlen. „Das einzige, was fehlt, sind deutsche Freunde im gleichen Alter“, erklären Sozialarbeiterin Jule Stark (24) und Erzieher Malte Casper (26), die die Nachmittage von montags bis freitags zunächst für die Sechs- bis 13-Jährigen von 13 bis 16 Uhr, dann für die Älteren bis 27 Jahren, gestalten. Der Fünftklässler Haydar aus Syrien kommt fast jeden Tag nach der Schule zum Jugendtreff. Der Zwölfjährige hätte gerne auch nachmittags Kontakt zu deutschen Kindern, aber die sieht er nur in der Schule. „Bei vielen ist der Tag wohl so mit Schule, Hausaufgaben und Sport gefüllt, dass sie keine Zeit haben“, vermutet Malte Casper. Nun wollen die beiden sich niederschwellige Projekte überlegen, um mehr Jugendliche in die Wik zu locken. Sie unterstützen die älteren Jugendlichen auch bei Behördengängen oder Bewerbungen für ein Praktikum oder einen Job. „Wir würden uns freuen, wenn junge Kieler spontan vorbeischauen würden, einfach nur so oder um bei den Hausaufgaben zu helfen“, beschreibt das Team. Denn Gleichaltrige könnten viel einfacher die Sprache und auch Werte und Normen vermitteln.

Der Jugendtreff am Wasserturm, Rostocker Straße 15, ist von Montag bis Freitag zwischen 13 und 20 Uhr unter Tel. 0431/25974160 zu erreichen.

Kieler Nachrichten vom 31.03.2017, Seite 31, Text und Foto von Karina Dreyer


Kieler Nachrichten vom 12.02.2017, Seite 26, von Karina Dreyer, Foto: Karina Dreyer


Entspannte Party nach harten Zeiten

Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer feierten in Gaarden – Stadtrat Gerwin Stöcken: „Ohne Engagement geht es nicht“

Kein Jubel, aber reichlich Trubel und allgemeine Heiterkeit: Im zentralen Spendenlager in der Preetzer Straße 5 stieg am Sonnabend ein Fest für alle Ehrenamtlichen, die sich seit dem vergangenen Jahr für Flüchtlinge stark machen.

Eindrücklich zeigte sich dabei, wie breit das Thema in der Gesellschaft verankert ist. Von christlichen Gruppen bis zum Kieler Ableger des Motorradclubs „Kuhle Wampe“ war alles vertreten auf dem Markt der Möglichkeiten, der die ersten Stunden prägte. „Gemeinsam gegen Rassismus, Dummheit und Hass“, lautete der Spruch auf einem breiten Banner, unter dem sich die Biker postiert hatten. „Haltung zeigen, das ist wichtig“, betonte Karl-Heinz Töpfer. Und Guschi, sein Mitstreiter, bezeichnete es als „Ehrensache“, denen beizustehen, die keinen Platz an der Sonne erwischt haben.

15 bis 20 Motorradler gehören zur „Kuhlen Wampe“, doch wenn es nötig ist, reicht die Mobilisierungskraft deutlich weiter. Mit 150 Bikes sind die Männer vor gut einem Jahr nach Lübeck gefahren, nachdem dort eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Brand gesteckt worden war: Haltung zeigen mit einem röhrenden Statement gegen Gewalt.

Andere engagieren sich leiser, etwa die Initiative „Willkommen in Hassee“, die neben vielen weiteren Gruppierungen aus den Stadtteilen mitmachte. Die Ehrenamtlichen betreuen mehrere Flüchtlingsfamilien, helfen bei Behördengängen, bieten Nachhilfe an, vermitteln Kontakte zu den Sportvereinen. 80 Freiwillige waren vor einem Jahr an Bord, 20 sind als „harter Kern“ übrig geblieben, erzählte Karl Stanjek. Was aus seiner Sicht nicht nur damit zu tun hat, dass die heutige Situation nicht entfernt mit der Dramatik vom Winter 2015 zu vergleichen ist: „Diese Arbeit ist eben auch anstrengend, aber sie lohnt sich.“

Dass die Lage entspannter ist, zeigt sich auch am Spendenlager in der Preetzer Straße. Mangels Bedarfs wird es zum Jahresende geschlossen. Die Initiativen „Kiel hilft Flüchtlingen“ und „Kiel spielt für Flüchtlinge“, die das Fest gemeinsam mit dem Kieler Jugendring organisiert hatten, wollen aber in anderer Weise weitermachen. Nicht mehr der materielle Bedarf steht dabei im Mittelpunkt, sondern die Förderung von allem, was der Integration dient.

Gerwin Stöcken, der Stadtrat fürs Soziale, dankte den aktuellen wie den ehemaligen Freiwilligen und erinnerte an die turbulenten Zustände vor gut einem Jahr. 800 Menschen hätten damals in der früheren Markthalle untergebracht werden müssen. „Das hätten wir nicht hingekriegt, wenn nicht so viele geholfen hätten“, gab er zu und warb dafür, dass möglichst viele bei der Stange bleiben: „Ohne Engagement geht es nicht.“

Auch Maher Abdel Jaleel Zeitawi engagiert sich. In Jordanien, wo er in einem der riesigen Flüchtlingslager arbeitet. Zurzeit absolviert er in Kiel ein Praktikum beim Christlichen Verein, leistet wertvolle Dienste mit seinen kulturellen Kenntnissen und mit seinen Arabischkenntnissen. „Gute Bedingungen“ bietet Deutschland nach seiner Einschätzung den Flüchtlingen, überwältigend sei es, wie viele Ehrenamtler dabei sind. Allerdings könne man das „mit Jordanien nicht vergleichen“, findet er. Viel, viel größer sei dort die Zahl der Flüchtlinge, entsprechend bescheidener seien die Möglichkeiten. Ins Auge gefallen ist dem Jordanier ein weiteres Problem: „Ich habe immer wieder Leute getroffen, die seit mehr als einem Jahr nichts machen können, weil es an Sprachkursen oder anderen Dingen fehlt.“

Einer von ihnen ist Adnan Hasan, 2015 gekommen und immer noch ein bisschen in der Warteschleife. Inzwischen lernt er eifrig die deutsche Sprache und will dann einen Job finden. Der 26-Jährige ist Maschinenbauingenieur, doch die Anerkennung seines Abschlusses lässt auf sich warten. Und selbst wenn, dann wird der Weg zumindest in Schleswig-Holstein nicht unbedingt geebnet sein. „So viele Stellen gibt es hier gar nicht“, hat Hasan herausgefunden. Vielleicht, so vermutet er, wird ihn seine Reise bald weiter nach München oder Stuttgart führen, wo die großen Betriebe sitzen.

Kieler Nachrichten vom 05.12.2016, Foto und Text: Martin Geist


unbenanntunbenannt1Die Bürgerinitiative „WiK – Wir integrieren Kulturen“ stellt sich vor

Seit Ende Oktober 2015 dient Marinetechnikschule in der Arkonastraße als Dauerunterkunft für Flüchtlinge. Die Bewohner sind meist Familien und junge Männer, viele sind traumatisiert von der Flucht.

Als Bürgerinitiative „WiK – Wir integrieren Kulturen“ entstanden aus der Initiative „Willkommen in der Wik“ wollen wir einen Beitrag zur Integration der Bewohner in die neue Nachbarschaft leisten und ihnen helfen, aktiv am Leben in Kiel teilzunehmen.

Für neue Projekte Anfang 2017 suchen wir dich zur Unterstützung unserer Initiative als ehrenamtlichen Fitnesstrainer, als Kulturagent und/oder Freizeitlotse.

Weiter Informationen gerne telefonisch unter 0431-79949769 oder per Whatsapp über 0177-9569620 .

 


Es ist in diesem Jahr schon früh kalt geworden und das KiezKaffee sucht sich einen warmen Ort.15037094_1006959499431242_1614288678661037265_n
Kommt am 27.11. mit uns in die Gemeinschaftsunterkunft in der Herthastr. 5 – 7.
Wie immer gibt es Kaffee.
Und als Special eine Mit-Mach-Backstube.
Bringt Eure Tassen, Teller und Wünsche für den Kiez mit.
Um 15:00Uhr geht’s los.
Wir freuen uns auf Euch.
#Kiel #anscharpark #kiezkaffee #tassenblog #bringyourowncup #tellyourstory #mitmachbackstube #tassenundteller #einwarmerort #maritimesviertel #diewik #wik #kielwik #safethedate

Wer kommt da auf uns zu?175850b4-3f73-4115-bbcb-8e89259276c1-3

Um zu ermessen, was Deutschland in den nächsten Jahren an Integration zu leisten hat, muss man mehr über die Menschen wissen, die hier Asyl suchen. Woher kommen sie, was haben sie gelernt, wie werden sie sich verhalten? So viel steht fest: Die Herausforderung ist gewaltig.

Die Schwarzmaler, die am besten noch nie selbst einen Geflüchteten getroffen haben, erzählen uns darüber menschenunwürdige Schauergeschichten.
Heute ist nun die erste (!) repräsentative Studie über die Geflüchteten erschienen, die seit 2013 zu uns gekommen sind. Integration bleibt eine Herausforderung für uns alle. Aber vielleicht machen die Zahlen ja auch dem ein oder anderen Mut.


1Kieler Nachrichten vom 01.11.2016


32Kieler Nachrichten vom 01.11.2016


4Kieler Nachrichten vom 01.11.2016


1

2Kieler Nachrichten vom 31.10.2016, Seite 15


Unbenannt

Zur Erinnerung: Herbst 2015, die ersten Migranten werden in der Wik freundlich aufgenommen. Foto: Maritimes Viertel, Mattsson 2015

unbenannt


bwfs1

bwfs2


Drachenbootrennen –2
Premiere 2016 mit 3. Platz erfolgreich gestartet

Sensationelle Leistung des Drachenbootteams der Friedrich-Junge-Schule Kiel-Wik unter der Leitung von Frau Tanja Lietmeyer, beim Rennen in Kiel. Gleich bei der ersten Teilnahme eine Bootes der Schule erreichte das Team einen hervorragenden 3. Platz bei den 5./6. – Klässlern. Herzlichen Glückwunsch an alle Teammitglieder und die Teamchefin, Frau Litmeyer!
Gefördert wurde diese Aktion durch eine finanzille Unterstützung der Vereine:
Verein zur Förderung der Kriminalitätsverhütung der Landeshauptstadt Kiel e. V. und
Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e. V.
Friedrich-Junge-Schule Kiel-Wik


Fotoausstellung „Einweg-Erfahrungen“

Geflüchtete Kinder zeigen in der Foto-Ausstellung „Einweg-Erfahrungen“ ihr Bild von Kielicon_2
Dienstag, 11. Oktober 2016, 10 Uhr, bis ca. 19 Uhr
Zentralbücherei im Neuen Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 Kiel, barrierefreier Zugang
Wie nehmen Kinder aus geflüchteten Familien ihre neue Heimat Kiel wahr? Dieser Frage ging die Kieler Studentin Iryna Zamuruieva in einem Fotoworkshop mit elf jungen Syrerinnen und Syrern auf den Grund.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops leben derzeit in der Gemeinschaftsunterkunft in der Wik. Nach einer Einführung in die Grundkenntnisse der Fotografie dokumentierten sie mit einer Einwegkamera, was ihr tägliches Leben prägt und was wichtig für sie ist. Dabei entstanden Fotos von spielenden Kindern, ihrem Umfeld und so manches Selbstporträt.
Diese Fotos sind nicht perfekt – sie zeigen reale Momente im Leben der Kinder und verleihen denjenigen eine Stimme, die sonst leicht überhört werden.


kn-04-10-16-seite-20-teil-1kn-04-10-16-seite-20-teil-2Kieler Nachrichten vom 4.10.2016, Seite 20


kn-04-10-16-seite-20-teil-3Kieler Nachrichten vom 4.10.2016, Seite 20


Putz!munter- Das Prophylaxeprojekt für Kieler Flüchtlingskinder

SONY DSC

Wir möchten euch ein Projekt von uns vorstellen, in dem sehr viel Herzblut, gute Laune, Durchhaltevermögen und das Wissen steckt, dass wir Zahnmedizinstudenten etwas bewegen können:

Putz!munter ist ein Prophylaxeprojekt für Kieler Flüchtlingskinder und von uns als Fachschaft unter Federführung von Frau Vivian Serke, Herrn Gabi Massoud und Frau Ulla Metz ins Leben gerufen worden, um die momentane noch sehr angespannte zahnärztlich- prophylaktische Betreuungssituation der Kinder vor Ort ehrenamtlich zu verbessern . Betreut und unterstützt wird das Projekt durch die Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des UKSH. Doch worum geht es bei unserem Projekt: Mit diesem Projekt sollen die Kinder spielerisch und altersentsprechend in ihrer Mundhygiene und Mundgesundheit gefördert werden, Ängste können abgebaut und die Kinder für spätere Zahnarztbesuche positiv desensibilisiert werden. Dieses Projekt zeichnet sich durch eine unbürokratische und schnelle Hilfe vor Ort aus.

Und hat nicht nur einen Zugewinn für die Flüchtlingskinder, sondern die am Projekt beteiligten Zahnmedizinstudenten können auch Lehrinhalte der Kinderzahnmedizin und der Gruppenprophylaxe anwenden lernen und praktische Erfahrungen sammeln. Doch was sollen wir noch weiter erklären, denn Bilder sagen oft mehr als Worte-schaut sie euch an und überzeugt euch einfach selbst.

 Eure Fachschaft Zahnmedizin (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,  Artikel und Internet CAU Kiel, www.fachschaft-zahnmedizin-kiel.de)

kn-01-10-16-seite-30

Die Interkulturellen Wochen 2016 in Kiel sind vom 1. bis 16. Oktober – Schwerpunktthema „Zusammen leben“14517517_1867699986786370_73487131914118355_n

Mit dem Interkulturellen Sport- und Spielfest in Gaarden, Theater- und Konzertangeboten sowie Informations- und Begegnungsveranstaltungen sind spannende Events im Programm.
Im Mittelpunkt steht dabei immer das Zusammenleben von Kielerinnen und Kielern, unabhängig davon, wie lange sie schon in der Stadt leben und woher sie kommen.
Das Eröffnungsfest feierten alle gemeinsam am 1. Oktober auf dem Gelände der Gemeinschaftsunterkunft Schusterkrug in Holtenau. Gruppen und Einzelpersonen der nördlichen Stadtteile hatten ein abwechslungsreiches Programm von 15 bis 21 Uhr vorbereitet.
Dazu zählten Spielangebote für Familien und Kinder, Kunst und Kultur, Infomaterialien, ein gemeinsames Buffet, Entspannungsangebote, Trommel- und Livemusik und Disco.


Geflüchtete segeln mit dem Camp 24/7 auf der Kieler Förde

kiel-24Zum Ende der Segelsaison wartet das Programm im Camp 24/7 nochmal mit einem besonderen Höhepunkt auf. In einer gemeinsamen Aktion ermöglichen die Stadtwerke Kiel AG, der Kreisseglerverband Kiel und die Kiel-Marketing GmbH Geflüchteten kostenlose Segeltörns auf der Kieler Förde. Die Freiwilligen-Initiative „Kiel hilft Flüchtlingen“ und Ratsfrau Ingrid Lietzow haben das Angebot unter Geflüchteten bekannt gemacht und diese zur Teilnahme eingeladen.

Am Mittwoch, 7. September, gaben Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing, und Andreas Neubauer vom Kreisseglerverband Kiel gemeinsam mit Ratsfrau Ingrid Lietzow das Kommando „Leinen los!“ für die Ablegemanöver der Camp-Segelkutter „Eny“ und „Dockenhuden“. Anschließend starteten 24 Geflüchtete aus der Gemeinschaftsunterkunft der Diakonie Altholstein in der Arkonastraße mit den Segeltrainerinnen und Segeltrainern des Camp 24/7 auf einen Törn auf der Innenförde.

Insgesamt ermöglichen die Stadtwerke, der Kreisseglerverband und Kiel-Marketing sechs Törns für rund 150 Flüchtlinge. Am Donnerstag, 8. September, wird die Sprachschule der Gemeinschaftsunterkunft in der Arkonastraße auf den Segelkuttern des Camp 24/7 das Naturerlebnis genießen. An den Nachmittagen des 12., 13. und 14. Septembers werden geflüchtete Kinder und Jugendliche nach dem Schulunterricht auf dem Traditionssegler „Albin Köbis“ von Skipper Lutz Buche erfahren, wie der Segelsport das Gemeinschaftsgefühl stärkt.


Selbst entscheiden und gestalten
Neuer Treff für rund 200 Kinder und Jugendliche aus der Wiker Gemeinschaftsunterkunftkita wik August 16 teil 2
Gleich neben dem Wasserturm und Buswartehäuschen stand lange ein Bürogebäude der Bundeswehr leer. Nun füllt es sich mit Leben: Die Stadt hat einen Treff für rund 200 Kinder und Jugendliche aus der Wiker Gemeinschaftsunterkunft eingerichtet. Am Freitag übergab Stadträtin Renate Treutel den Schlüssel an die zwei Träger, den Kirchenkreis Altholstein und die Stiftung für Kinder, Jugend- und Soziale Hilfen (KJSH).

Wir fahren mit dem Rad!

IMG_6035

Übung macht den Meister, die Meisterin!

Für die Gemeinschaftsunterkunft in der Wik (Diakonie Altholstein) haben wir eine Gruppe nur für Frauen gegründet. Jeden Montag und Freitag Nachmittag treffen wir uns zwischen 16 und 17.30 Uhr im Gemeindezentrum der Lukaskirche in der Holtenauer Straße 327. Wir reden, lachen sehr viel, planen, tanzen und trinken Tee. Wir sind alle liebenswerte Frauen, die auch gerne ausgehen, einfach nur Kontakte und Freundschaften schließen möchten.
Wir suchen Verstärkung und zwar nicht ehrenamtliche Helfer, sondern Frauen und Mädchen, die Lust haben, was auf Augenhöhe zu unternehmen. Spazieren gehen, Konzerte oder Shows besuchen, zusammen nähen oder stricken, in kleiner oder großer Runde, zusammen Sport machen oder Fahrrad fahren lernen. Noch sind wir älteren Frauen in der Überzahl, schöner wären zusätzlich ein paar jüngere Frauen, die Lust haben mit ein paar Mädels aus dem Camp mal in die Disco oder auf eine Party zu gehen.
Alles kann, nichts muss: Niemand soll sich dauerhaft verpflichtet fühlen, sondern einfach nur Lust haben mit Frauen aus anderen Kulturen etwas zu unternehmen und zu entdecken, wie liebenswürdig und lustig sie sind. Wir freuen uns auf Euch und Eure Ideen! Gerne können Sie diesen Beitrag teilen und mit uns Kontakt aufnehmen!

Kieler Frauen auf FB


Zeit der Improvisation ist vorüberref 2

Mitglieder des Ortsbeirates und Wiker Bürger schauten sich den Alltag in der Wiker Gemeinschaftsunterkunft an

Siehe hierzu Zeitungsartikel Kieler Nachrichten vom 13. Mai 2016 von Karina Dreyer

Bericht aus Kieler Nachrichten vom 13. Mai 2014


Allgemeine Information zur SpendenannahmeDSCI0001

Das Spendenaufkommen hat sich stark verringert. Es kommen nicht mehr so viele neue Flüchtlinge in die Gemeinschaftsunterkunft in der TMS. Deswegen reduzieren wir unsere Öffnungszeiten. Wir nehmen nur noch nach telefonische Absprache ihre Spenden an.

Dennoch, nach wie vor werden dringend Kinderwagen, Hygieneartikel, Kinder- und Jungendfahrräder (die Kinder haben einen ungeheuren Bewegungsdrang!), sowie kleinere Haushaltsgegenstände benötigt.

Bei Bedarf kommen wir nach vorheriger Terminabsprache unter der TelNr 0171 3575440 auch zu anderen Zeiten in die Maschinenhalle.


Finissage – 120 Jahre Nord-Ostsee- Kanal – 120 Fotografische Impressionen von Marie-Luise Liebe

Hauptanziehungspunkt in den vergangenen Wochen in der Maschinenhalle I war die Fotoausstellung „120 Jahre NOK – 120 Fotografische Impressionen vom NOK“ von Frau Marie-Luise Liebe. Die letzten Monate waren geprägt von unermüdlichen Werbemaßnahmen und Bemühungen, unser geneigtes Publikum in die Ausstellung zu ziehen. Unsere Maßnahmen hatten großen Erfolg, denn eine beachtliche Anzahl von Interessierten besuchten diese gelungene Ausstellung. Nun jedoch war das Ende der mehrmonatigen Ausstellung gekommen und der Verein Maritimes Viertel Kiel – Kultur am Kanal e. V. veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Künstlerin eine zünftige „Abhängung“. Extra zu diesem Anlass haben wir Aushänge in verschiedenen Sprachen gedruckt, um auch unsere geflüchteten Nachbarn aus den Häusern 92 A und B an dieser Veranstaltung teilhaben zu lassen. Unsere Nachbarn machten reichlich Gebrauch von dieser Einladung und daher gilt unser Dank dem eingestzten Dolmetscher H. (Name der Red. bekannt). Nach kurzen Ansprachen durch Peter Mattsson, 2. Vorsitzender Maritimes Viertel e. V. und einigen erläuternden Worten von Frau Liebe zu ihrer Bilderausstellung, fanden viele Gäste zu lockeren Gesprächen bei kleinen Erfrischungen und Knabbereien zusammen. Der besondere Clou dieser Abhängung war, dass jeder Besucher sich eins der ausgestellten Bilder aussuchen konnte und das von Frau Liebe signierte Foto als Geschenk mit nach Hause nehmen konnte.

01020304IMG_1238


Workshop – Fahrradcheck und Kleinreparaturen01

Kontakt: Stefan Lange 0431 / 799 49 769
Workshop – Fahrradcheck und Kleinreparaturen: In diesem Workshop zeigen wir dir wie du dein Fahrrad auf Fahrtüchtigkeit und Sicherheit prüfst und wie du selbst kleine Reparaturen an deinen Fahrrad vornehmen kannst. Dieser Workshop findet mit maximal 6 Teilnehmern im Schulungsraum und in der Werkstatt statt.

WerkstattAlles was für diesen Workshop benötigt wird von uns gestellt, du kannst aber auch gerne dein eigenes Rad mitbringen.

Fahrradcheck: Reifen/LuftdruckFelgen/Räder, Bremsen/Antrieb, Beleuchtung/Reflektoren, Sattel/Federung, Rahmen/Lenkung

Kleinreparaturen: Reifen wechseln, Schlauch flicken, Kette ölen/spannen, Bremsen einstellen, Leuchtmittel tauschen uvm.
Bei Interesse einfach anrufen oder eine Email schicken.


 Aus den Kieler Nachrichten!12189273_10207374665996402_5840981287316488586_o

Darf geteilt und weitererzählt werden ……. women welcome….. am Montag, 22. Februar, ab 16 Uhr im Gemeindesaal der Lukaskirche in der Holtenauer Straße 327.

Und wer mag, darf auch gerne Kuchen mitbringen!

Frauengruppe Wik auf fb


Kleiner Dank für große Hilfe

Ministerpräsident Albig hat die Bürgerinitiative „Willkommen in der Wik“ besucht und Initiatoren und Helfern gedankt.

Die Initiative der rund 100 Ehrenamtler, die Flüchtlingen im Stadtteil Kiel-Wik verschiedene Angebote machen, bezeichnete Albig als Vorbild für gelebte Willkommens- und Anerkennungskultur.

Dank der LandesregierungGruppenfoto: Ministerpräsident Albig mit Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern

Mit einem neuen Schleswig-Holstein-Anstecker „Helfende Hände“ möchte die Landesregierung all denen danken, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe in Schleswig-Holstein engagieren. Ministerpräsident Torsten Albig überreichte die Auszeichnungen heute an die Organisatoren der Bürgerinitiative „Willkommen in der Wik“ in Kiel. Bei einem Rundgang im Haus 1 im Anscharpark informierte er sich über die vielen Angebote der Initiative.

Starkes ehrenamtliches Engagement

Sie haben in den vergangenen Wochen und Monaten Ihre Zeit für die Menschen gegeben, die als Flüchtlinge zu uns nach Schleswig-Holstein gekommen sind. Dafür danke ich Ihnen von Herzen, sagte Albig. Die Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen sei nur mit einem starken ehrenamtlichen Engagement zu leisten. Auch wenn die Flüchtlingszahlen zurzeit nicht so hoch seien wie im vergangenen Jahr, sei diese Hilfe weiterhin enorm wichtig.80-100 Ehrenamtler engagieren sich für die Initiative „Willkommen in der Wik“.

UnbenanntHilfe in der Nachbarschaft

In diesem Jahr geht es vor allem um die Integration der Menschen, die mittel- oder langfristig bei uns in Schleswig-Holstein bleiben. Wichtig dafür sind Deutschkurse, Treffen und Begegnungen, also all das, was Sie hier anbieten, so Albig. Daher seien diese Hilfen so wichtig für die Gesellschaft: Sie helfen den Flüchtlingen in Ihrer Nachbarschaft, sich aktiv am Leben in Kiel zu beteiligen. Damit sind Sie ein Vorbild für eine gelebte Willkommens- und Anerkennungskultur in Schleswig-Holstein, so der Regierungschef.

Datum 16.02.2016

Verwandte Themen: Flüchtlinge in Schleswig-Holstein

Bericht shz vom 15.02.2016

Video Übergabe Anstecknadel Landesregierung 15.02.2016

Bericht DER ALBRECHT vom 16.02.2016


SelbsthilfewerkstattWerkstatt

Hallo liebe Interessierte, für die Selbsthilfewerkstatt in der Wik, Arkonastraße 1, suchen wir noch helfende Hände bei der Reparatur von Fahrrädern, Nähmaschinen und Haushaltsgeräten. Die Werkstatt ist Dienstag, Donnerstag von 17:00 bis 19:00 Uhr und Samstag 12:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen auch gerne telefonisch unter 0177 956 96 20.

Wie es mit der Fahrradwerkstatt begann!


Liebe Frauen und Mädchen,

Unbenannt5

vor ein paar Wochen haben wir in der Gemeinschaftsunterkunft in der Wik (Diakonie Altholstein) eine Gruppe nur für Frauen gegründet. Jeden Montag Nachmittag treffen wir uns ab 16 Uhr (das sind so zwischen 15 und 20 Frauen) im Gemeindezentrum der Lukaskirche in der Holtenauer Straße 327. Wir reden, lachen sehr viel, planen, tanzen und trinken Tee. Wir haben auch drei Übersetzerinnen für Arabisch, Farsi und Kurdisch dabei. Auch so treffen wir uns auch mal so, um schwimmen oder shoppen zu gehen. Das sind alles liebenswerte Frauen wie wir, die auch gerne ausgehen, einfach nur Kontakte und Freundschaften schließen möchten.
Wir suchen Verstärkung und zwar nicht ehrenamtliche Helfer, sondern Frauen und Mädchen, die Lust haben, was auf Augenhöhe zu unternehmen. Spazieren gehen, zusammen nähen oder stricken, in kleiner oder großer Runde, zusammen Sport machen oder Fahrrad fahren lernen. Noch sind wir älteren Frauen in der Überzahl, schöner wären zusätzlich ein paar jüngere Frauen, die Lust haben mit ein paar Mädels aus dem Camp mal in die Disco oder auf eine Party zu gehen.
Alles kann, nichts muss: Niemand soll sich dauerhaft verpflichtet fühlen, sondern einfach nur Lust haben mit Frauen aus anderen Kulturen etwas zu unternehmen und zu entdecken, wie liebenswürdig und lustig sie sind. Wir freuen uns auf Euch!

Kieler Frauen im Internet: hier!

Gerne könnt Ihr diesen Beitrag teilen und Kontakt aufnehmen!


Die Wik hat damit eine Perle gewonnen …

20160116_152126 25 prozentWir möchten den Flüchtlingen/Asylbewerbern und finanziell benachteiligten Personen aus dem Raum Wik ein Stück Stolz zurückgeben, indem wir ihnen Kleiderkammern mit gespendeter Kleidung bieten, die jedoch einladend gestaltet sind. Dies fördert nicht nur das gute Gefühl beim „Einkaufen“, sondern wir erhoffen uns auch einen automatisch besseren Umgang mit den Kleidungsstücken (keine „Zerrupfen“, kein „auf dem Boden liegen lassen“ etc.), somit auch ein Stück Disziplinierung und Anpassung. Die Flüchtlinge haben einen langen beschwerlichen Weg hinter sich gebracht, auf dem sie notgedrungen lernen mussten, sich mit Respektlosigkeit, Ausgrenzung und vor allem Fremdbestimmung zu arrangieren, genau wie die finanziell benachteiligten Personen aus dem Raum Kiel Wik. In unserer Gesellschaft ist Status, finanzieller Hintergrund und Herkunft leider immernoch ein großes Thema und führt immer wieder zu Ausgrenzungen. Unser Ziel ist es den Flüchtlingen und den finanziell Benachteiligten auch endlich das Gefühl der Selbstbestimmung, zumindest in diesem Bereich, zurückzugeben. Die Flüchtlinge sind im Alltag schon durchgängig fremdbestimmt durch ihre Wohn- und Lebenssituation in den Unterkünften. Dann sollten sie wenigstens bei der Kleiderwahl selbstbestimmt handeln dürfen. Die Flüchtlinge dürfen sich ihre Kleidungsstücke frei wählen und sie direkt in den angefertigten Umkleidekabinen anprobieren.

Auch wird die Kleiderausgabe eine Begegnungsstätte für die ehrenamtlichen Helfer, die Flüchtlinge und die sozial schwachen Personen. Gerade Frauen kommen sich bei dem Thema Mode sehr schnell näher. Durch die Kommunikation wird auch die Sprachentwicklung der Flüchtlinge gefördert. Idee: Verkaufsgespräche durchgehen, sodass die üblichen Vokabeln benutzt und somit gelernt werden.

20160109_183513 25 prozentUm hierbei die gerechte Verteilung sicherzustellen und den Ansturm kontrollierbar zu halten haben wir: Viele engagierte Helfer(intern und extern), die in verschiedenen Schichten (alle 2 Monate neuer Schichtplan) die Kleidung sortieren, ausgeben und ggf. bei „Kiel hilft Flüchtlingen“ (einem weiteren Kooperatiosnpartner) fehlende Bedarfe decken/abholen. Kreieren eines Kleidungsausweises,personalisiertes „Starterset“; in diesem Heftchen werden alle ausgegebenen Waren via Stempel festgehalten. Gestaltung eines Ausgabeplans für die Bewohner der Unterkunft (Bsp.: Dienstag 16.00 – 19.00, Gang A Zimmer 50-100, Donnerstag 16- 19.00 Uhr, Gang B Zimmer 50-100, usw.). Feste Termine für die Ausgabe ind der Wik per Flyer publizieren

Wir möchten Räumlichkeiten schaffen, in denen Begegnung ungezwungen „nebenbei“ stattfinden kann. Außerdem können die renovierten, einladenden Räume auch für weitere Integrations-Gruppen genutzt werden.

Folgende Ideen stehen im Raum: Hygienegruppe, männlich und weiblich getrennt: Einmal wöchentlich Gruppe à 5-10 Teilnehmern. Themen: Welche Produkte bekomme ich in Drogerie Märkten, welche in der Apotheke, welche mit Rezept, welche ohne Rezept? Welches Verständnis gibt es beim Thema Hygiene im Allgemeinen. Gespräche über die richtige Hygiene gerade in solchen Sammelunterkünften.seekarte1

Sprachgruppe, männlich und weiblich getrennt: Einmal wöchentlich Gruppe à 5-10 Teilnehmern. Sprachübungen mit der vorhandenen Kleidung, fingierte Verkaufs- und Einkaufsgespräche und somit auch ein Training für evtl. Einstellungsgespräche im Einzelhandel.

Eine Perle wird in der Wik eröffnet!

Bauarbeiten in der Arkonastraße 1!

Sortierkammer in der Wik!

Bilder der Kleiderkammer in der Wik!


Wer repariert mit Fahrräder?Wer-repariert-mit-Fahrraeder_pdaArticleWide

Der Run der Asylsuchenden in der Stadt auf Fahrräder ist so enorm, wie die Bereitschaft der Kieler, sie zu spenden. Weitere ehrenamtlicher Mitarbeiter reparieren die Drahtesel. In der Selbsthilfewerkstatt der Gemeinschaftsunterkunft in der Technikermarineschule (TMS) stehen zurzeit 150 nutzbare Räder.

Text und Foto: Karina Dreyer, Voller Einsatz für die Selbsthilfewerkstatt: Jwan Ahmad aus Syrien (links) und Bahdin Hussin aus dem Irak.

Ob Reflektoren, Bolzenschneider, Bohrmaschine, Kettennieter, Fahrradhelme: Wer etwas spenden möchte, kann das zu den Öffnungszeiten der Werkstatt dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr sowie sonnabends von 12 bis 14 Uhr.

Kieler Nachrichten online vom 19.01.2016


„Enthusiasmus braucht eine ordnende Hand“

DSC_0363 kleinNach einer repräsentativen Umfrage begrüßt es eine Mehrzahl der Bevölkerung, wenn in ihrem Stadtteil Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenleben. Die Ergebnisse der Befragung zeigen auch, dass sich mehr als die Hälfte der Deutschen noch mehr Kontakt zu Zuwanderern wünschen. Der Abbau von Ängsten und Vorurteilen gegenüber einzelnen Personengruppen funktioniert am besten über das persönliche Kennenlernen. Deshalb ist das ehrenamtliche Engagement in der Stadt von herausgehobener Bedeutung für das Zusammenleben in unserem Stadtteil. Immer mehr Menschen engagieren sich ehrenamtlich für Flüchtlinge in der Wik. Zu den Angeboten der Freiwilligen zählen unter anderem: Spiel-, Sport- oder Kreativangebote, Mittler zwischen Zuwanderern und Sportvereinen, Aufbau von Fahrradwerkstätten, Musikprojekte, Sprachkurse, Frauengruppen, Mutter-Kind-Gruppen, Begleitung zu Ämtern, Bastelprojekte, Verpflegungsangebote, Verteilung von Lebensmittelspenden und das Betreiben von Jedermann-Kleiderkammern u-s.w..

Artikel KN vom 18.12.2016 „Enthusiasmus …“


Nikolaus in der Unterkunft Arkonstrasse

IMG_3003[1]Mehr als hundert Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft in der TMS wurden am 6. Dezember mit einem Nikolaus-Stiefelchen überrascht. Der Dank des Maritimen Viertel e. V. geht an die fleißigen Näherinnen, an die Eintüterinnen und an die Verteiler und Verteilerinnen, die Sonntagmorgens um sechs Uhr die Gaben verteilten. Und natürlich gilt unser Dank auch an den Spenderinnen und Spendern der Inhalte der Stiefel. Die Kinder wurden vorher über die Geschichte des Nikolaus informiert.

Wir im Viertel – wir auf fb!

Großzügige Spende der Firma AKQUINET

IMG_0487pcAls unabhängiges IT-Beratungsunternehmen hat sich die Firma AKQUINET aus Kiel auf die Einführung von Standardsoftware und Entwicklung von Individuallösungen sowie deren Integration spezialisiert. Im Geschäftsbereich Business Consulting entwickeln die Mitarbeiter der Firma möglichst einfache und wirtschaftliche Lösungen, abgestimmt auf die Unternehmensziele und -prozesse der Kunden. Aber Arbeit ist bekanntlich nur das halbe Leben. Daher wurde die Idee der alten Tradition des Lebkuchenhausbaues wieder aufgegriffen und unter der Führung von Herrn Tscheuse während der Jahresabschlussfeier der Firma durchgeführt. Es wurde geknetet, gerührt, probiert, geschnitten und unter der Freude aller die Häuser in vielfacher Form gestaltet. Die wirklich sehr gut gelungen Lebkuchenhäuser wurden dem Verein Maritimes Viertel e. V., Arkonastrasse 1, mit der Auflage übergeben, diese im Rahmen der Kinderbetreung in den Unterkünften zu verteilen. Unser Dank gilt der Firma AKQUINET aus Kiel! In diesem Zusammenhang möchten wir zusätzlich nochmals an die vielen Spender unseren Dank richten!


Die Fahrradwerkstatt ist im Aufbau

AusstellungsraumIm Keller der Marinetechnikschule ensteht eine Fahrradwerkstatt – schließlich ist das Fahrrad DAS Fortbewegungsmittel schlechthin in Kiel. In den letzten Wochen haben wir bereits einige Fahrradspenden angenommen, die von den Bewohnern nach und nach wieder flott gemacht werden sollen. Dazu kommen noch einige Fahrräder, die vom ABK zur Verfügung gestellt wurden. Doch wir freuen uns auch weiter über jeden gespendeten Drahtesel! Bringen Sie ihn einfach während der Öffnungszeiten direkt in der Fahrradwerkstatt in der Arkonastraße 1 vorbei. Der Eingang zur Fahrradwerkstatt befindet sich hinter dem Torbogen in der Mitte des linken Gebäudes über den Treppenniedergang. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, persönlich vorbei zu kommen, organisieren wir auch gerne die Abholung.

Aktuell werden noch helfende Hände für die Fahrradwerkstatt gesucht! Zudem benötigen wir noch Fahrräder, egal in welchem Zustand, Kinderwagen und für die nächste Zeit: Schlitten, denn der Winter kommt bestimmt!

Öffnungszeiten: Di & Do  17-19 Uhr und zusätzlich Sa von 12-14 Uhr

Interessenten melden sich einfach unter Fahrradwerkstatt Willkommenskultur Wik


Herzlich Willkommen in Kiel Welcome to Kiel

UnbenanntDie Idee des Welcome Dinners ist es, dass Kielerinnen und Kieler Flüchtlinge und Zugezogene zu einem Essen zu sich nach Hause einladen. Dadurch können Flüchtlinge und Zugezogene einfacher Kontakt zu Einheimischen knüpfen und Einheimische können Flüchtlinge bei uns willkommen heißen. Für Flüchtlinge und Zugezogene heißt das also: Kieler und Kielerinnen laden Dich zu einem Essen ein. Das Ganze ist für Dich kostenlos. Die Kosten des Essens übernimmt der Gastgeber. Für Gastgeber bedeutet es: Du heißt einen Flüchtling aktiv bei Dir willkommen und zeigst ihm so, dass er bei uns in Kiel gern gesehen ist. 

 Die Idee zum Welcome Dinner stammt aus Schweden und geht um die Welt mehr ..:United Invitations . Ein gemeinsames Essen ist immer einer tolle Gelegenheit, sich gegenseitig kennen zu lernen. So können beide etwas über die Kultur des jeweils anderen erfahren. 

 Wie läuft das Welcome Dinner im Detail ab? 

Flüchtlinge und Gastgeber melden sich entweder unter Gast oder Gastgeber bei uns an. Wir versuchen Euch dann passend zu vermitteln. Ein Kriterium ist die Entfernung der jeweiligen Wohnungen. Natürlich berücksichtigen wir auch Wünsche, die Du im Formular eingeben kannst. Wir achten auch darauf, dass Gast und Gastgeber zumindest ein wenig eine gleiche Sprache sprechen (meist Deutsch oder Englisch). Sobald das geklärt ist, geben wir dem Gastgeber und dem Gast die gegenseitigen Kontaktadressen (nur Telefon und eMail, keine Wohnanschrift). 

Der Gastgeber schickt dem Gast eine Einladung zum Essen. Alles Weitere bleibt dann Gast und Gastgeber überlassen: Was gekocht wird und wie lange Ihr Zeit miteinander verbringt ist komplett Eure Entscheidung. Nur um Eines würden wir Euch gerne bitten: Schickt uns einen kleinen Bericht von dem Treffen und wenn möglich ein paar Fotos, die wir mit Eurer Erlaubnis auf unserer Seite und auf Facebook veröffentlichen.

Noch Fragen? Wir helfen gerne unter: info@welcomedinner-kiel.de

Hier geht es zur Anmeldung: Gast oder Gastgeber – Wir freuen uns auf viele Welcome Dinner bei uns in Kiel! Siehe hier: Welcome to Kiel


Flyer: Willkommen in der Wik03

Die Bürgerinitiative „WILLKOMMEN IN DER WIK“ stellt sich vor

Neu gedruckter flyer erschienen!

Themen:

  • Wer sind die Geflüchteten?
  • Was wollen wir zur Unterstützung beitragen?
  • Aktuell bedeutet das ….
  • Wer sind wir?
  • An wen wende ich mich, wenn ich helfen möchte!

Hier: flyer der Bürgerinitiative zum Herunterladen


 „Willkommen in der Wik“ Keine Angst, viel Entgegenkommen

Keine-Angst

tenfahrrad für Flüchtlinge: Famila-Marktleiter Ingo Riedel (rechts) übergab das Rad an die Mitglieder der Willkommensinitiative (von links) Maike Bradler, Ulrike Pollakowski, Maike Weidler und Andreas Meyer. Text und Foto: Karina Dreyer

Zwei Stunden standen Mitglieder der ehrenamtlichen Initiative „Willkommen in der Wik“ bei famila bereit, um mit Bürgern über ihre Befürchtungen in Bezug auf Flüchtlinge zu sprechen. Statt Sorgen gab es viele Hilfsangebote. Zudem überreichte Ingo Riedel ein Lastenfahrrad für die Gemeinschaftsunterkunft.

Die Initiative hatte sich, gerade so kurz nach den Terroranschlägen in Paris, auf Gespräche über Ängste und Sorgen eingestellt. „Doch die Leute waren durchweg positiv, freundlich und interessiert“, fasste Maike Weidler von der Initiative zusammen. Viele hätten nachgehakt, wie sie denn nun in Kiel helfen könnten und trugen Ideen vor.

Spenden und Hilfe auch aus der Geschäftswelt

Famila-Marktleiter Ingo Riedel übergab der Initiative am Sonnabend ein Lastenfahrrad im Wert von über 2500 Euro. „Damit können die Bewohner einen Ausflug machen oder einkaufen. Wir versuchen, zu helfen, wo wir können“, versprach er. Denn die Gemeinschaftsunterkunft liegt gleich nebenan in der Arkonastraße.Lastenfahrrad für Flüchtlinge: Famila-Marktleiter Ingo Riedel (rechts) übergab das Rad an die Mitglieder der Willkommensinitiative (von links) Maike Bradler, Ulrike Pollakowski, Maike Weidler und Andreas Meyer. Text und Foto: Karina Dreyer

Artikel Karina Dreyer – Keine Angst vor Flüchtlingen!

Artikel KN online Karina Dreyer – Keine Angst vor Flüchtlingen!


Wir helfen in der Wik! Maritimes Viertel -Kultur am Kanal e. V.

IMG_4604 (2)

IMG_4605 (2)Ein Anliegen der Initiative Willkommenskultur in der Wik ist es, eine Werkstatt in den ehemaligen Unterrichtsräumen im Keller der TMS, in der Fahrräder repariert werden können – zum Beispiel die kaputten Drahtesel, die in diesen Tagen vom ABK geliefert werden sollen, einzurichten. Die Gruppe freut sich über jedes Fahrrad, das nicht mehr gebraucht wird. 

Ansprechpartner von der Willkommens-Initiative ist Andreas Meyer, er ist erreichbar unter Tel. 0431/3852323.
Noch wird viel vorbereitet und geplant. Angedacht ist zum Beispiel, eine regelmäßige Teestube zu eröffnen, in der sich Kontakte knüpfen lassen.

Basteln, Zeichnen, Handarbeit, Musik: Es entstehen zudem jede Menge Angebote von Seiten der Kreativgruppe, die von den Flüchtlingen wie von den Wikern gleichermaßen genutzt werden sollen. Wer Interesse hat, sich zu beteiligen kann an Jan Lorenzen wenden, vorzugsweise per E-Mail an info@willkommenkultur-wik.de oder unter Tel. 0431/9066133.

Artikel Kieler Nachrichten – vom 10. Oktober 2015 – Karina Dreyer

Artikel Kieler Nachrichten – online Foto und Text: Karina Dreyer


Peter Mattsson, Stellvertreter Maritimes Viertel e. V., Delali Assigbley vom Flüchtlingsrat S-H, Ingrid Lietzow, Vereinsvorsitzende Maritimes Viertel

Helfen braucht vor allem Strukturen

Willkommensinitiative nimmt gerne Spenden entgegen

Seit ein paar Wochen ist die Gemeinschaftsunterkunft in der ehem. TMS von 100 Flüchtlingen bewohnt. Um ihnen im Alltag beiseite stehen zu können, hat sich die Willkommensinitiative Wik gegründet. Doch auch Helfen will gelernt sein und braucht vor allem Strukturen. Um helfen zu können, braucht es Strukturen: Peter Mattsson und Ingird Lietzow von der Willkommensinitiative Wik informierten mit Delali Assigbley vom Flüchtlingsrat SH, was Ehrenamt leisten kann und was nicht.

Siehe hierzu: Kieler Nachrichten – 9. November 2015, Fotos/Artikel: Karina Dreyer

Wer sich ein Bild von der ehrenamtlichen Hilfe machen will: Dienstag, 17:00 Uhr Vortrag und 19:00 Uhr Vorstellung der Arbeitsgruppen Orga, Kunst, Sprache und Begegnung, wie zum Beispiel Gründung einer Sportgruppe mit den Sparten Hand- oder Fussball oder ähnliches.

Wir benötigen insbesondere Fahrräder, Ersatzteile und Werkzeug für die Werkstatt zwecks Fahrradinstandsetzung. Ebenfalls benötigen wir Papier, Ordner, Blöcke und Stifte zum Malen.

Ehrenamtliche Mithelfer sind ebenfalls herzlich willkommen! Hier können Sie sich den Vortrag als pdf.dat runterladen!

Unbenannt

Unserem Aufruf folgend brachte heute der Lehrer ders 6. Jahrgangs, insgesamt vier Klassen, der Leif Eriksson Gemeinschaftsschule in Mettenhof viele gesammelte Spenden, welche wir in unseren Gruppen sehr gut gebrauchen können. Die schülerinnen und Schüler verfügen leider nicht über ein Überangebot von Spielzeug, daher verdient diese Aktion besonderes Lob, Anerkennung, Aufmerksamkeit und Respekt. Vielen Dank!


Flüchtlinge ziehen in Marineschule einUnbenannt

Mit Luftballons, Kuchen und Obst haben etwa 30 Wiker 38 Flüchtlinge in der ehemaligen Marinetechnikschule begrüßt. Damit hat die Stadt Kiel eine weitere Gemeinschaftsunterkunft eröffnet, in der bald mehr als 700 Asylsuchende leben sollen.

Bis zuletzt haben Freiwillige der Initiative „Willkommen in der Wik“ Betten zusammengeschraubt, Tische und Stühle gerückt. Hier leben die Flüchtlinge in direkter Nachbarschaft mit Tatort-Ermittler Klaus Borowski, dessen TV-Kommissariat auch in dem Gebäude residiert. Der nächste Tatort aus Kiel mit Axel Milberg wird dort aber erst im kommenden Jahr gedreht.

KN online: Wik Flüchtlinge ziehen in Marineschule ein

… mehr Bilder: Flüchtlinge in der TMS


Flüchtlinge werden Nachbarn von «Tatort»-Kommissar Borowskitatort01 er

Der Kieler «Tatort»-Kommissar Borowski bekommt bei künftigen Dreharbeiten ein ungewöhnliches Publikum. Das Gebäude der ehemaligen Marinetechnikschule, in dem Szenen aus dem TV-Kommissariat gedreht werden, wird zu einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. Bis zu 800 Menschen können dort untergebracht werden. An diesem Montag beginnt der Einzug. NDR-«Tatort»-Kommissar Borowski (Axel Milberg) und sein Team könnten trotz der außergewöhnlichen Umstände in dem Gebäude weitermachen.
«Gemeinsam mit der Stadt und den Hilfsverbänden haben wir einen Weg gefunden, dass Borowski in seinem bekannten Kommissariat bleiben kann», sagte der ausführende Produzent, Johannes Pollmann, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir werden uns auf das Nötigste beschränken, damit möglichst viele Flüchtlinge Platz finden.» Etwa zwei Drittel des bisher für die Aufnahmen genutzten Raumes würden abgegeben. «Für den Dreh wird das mit Sicherheit eine Herausforderung, aber jetzt kommt es vor allem darauf an, zu helfen», sagte Pollmann.
Gelesen in: Shz.de Newsticker-Nord am 25.10.2015

Bilder: TMS Aussenaufnahmen (Mattsson MV)

Bilder: TMS Innenaufnahmen (Mattsson MV, Grütter)

Bilder: TMS – Stabs,- Schul- und Unterkunftsgebäude (Jan Bommes, sehenswert!)


Grundsteinlegung für zukünftiges Wohnprojekt – Umbau des Anscharparks in Kiel-Wik hat begonnengeunsteinlegung 15 10 2015 (4) neu

Die Grundsteinlegung am 15. Oktober symbolisiert für den historischen Anscharpark im Kieler Stadtteil Wik einen Neubeginn: Aus dem ehemaligen Marinelazarett wird sich ein modernes Wohnquartier entwickeln, in dem Menschen mit vielfältigen Lebensentwürfen ein Zuhause finden werden. Junge Familien und Senioren, Studenten und Künstler, behinderte und nicht behinderte Mieterinnen und Mieter, ebenfalls Frauen, Männer und Kinder mit Migrationshintergrund sollen in die 155 Neubauwohnungen, die hier errichtet werden, einziehen. Das Projekt wird von einer Kooperation aus vier Wohnungsbaugenossenschaften realisiert und soll bis Ende 2017 abgeschlossen werden. Das Gesamt-Investitionsvolumen wird rund 33 Mio. Euro betragen.

… mehr Bilder Grundsteinlegung Anscharpark 15.10.2015!


Bericht: Rettungsaktion der „Werra“

2

Laura B. bittet um weitere Spenden

Vor wenigen Wochen lud man im Tirpitzhafen noch Windeln und Kuscheltiere, Wolldecken und Nahrungsmittel auf die Decks der „Werra“, Vorbereitung auf die Mission im Mittelmeer. Dort kam der Ernstfall schneller als gedacht: Mehr als 600 Flüchtlinge, vorwiegend aus Eritrea und dem Sudan, drängten sich plötzlich auf dem Kieler Tender. Viele Kinder, viele Frauen. Sehr viel Not. Und sehr viel Dankbarkeit für die Hilfe unserer Marine.

Text aus Kieler Nachrichten vom 25. Juni 2015, Frank Behling und Korvettenkapitän Klatt, Kommandant Tender WERRA:

Für die Unterbringung der Menschen hat das Schiff vor allem Decken und Overalls aus Bundeswehrbeständen an Bord. „Die Wolldecken haben sich bewährt. Darin lässt sich gut schlafen und auch drauf liegen. Im Moment haben wir auch noch genügend davon. Das Einzige, was knapp wird, sind die Kuscheltiere für die Kinder. Die sind wirklich sehr gut angenommen worden. Wenn wir beim nächsten Mal auch wieder so viele Kinder retten, werden uns die Kuscheltiere bestimmt ausgehen“, fürchtete Klatt. Da Kuscheltiere nicht zur militärischen Ausrüstung der Bundeswehr gehören, hatten Besatzungsmitglieder der „Werra“ vor dem Auslaufen in Kiel eigenständig welche organisiert. „Wer noch Kuscheltiere hat, darf sie gern im Stab beim 5. Minensuchgeschwader in Kiel abliefern. Die werden uns von dort geschickt“, sagte Klatt.

Unsere jüngsten Mitglieder des Vereins Maritimes Viertel e.V., Laura (11) und Sarah (8) B., waren begeistert von dem Aufruf der Deutschen Marine, den Kindern der Flüchtlingsfamilien im Mittelmeer ihr trauriges Schicksal ein klein wenig erträglicher zu gestalten. Im Umfeld der Marine aufgewachsen, beschlossen die beiden Mädels spontan, sich von einem großen Teil ihrer geliebten Stofftiere zu trennen und den Flüchtlingskindern zu schenken. Auch Frau K. aus Kiel möchte sich von ganzem Herzen an dieser Sammelaktion der Marine beteiligen und überließ dem Verein einen großen Sack mit Kuscheltieren zur Weiterleitung an die Deutschen Marineeinheiten im Mittelmeer.

In einer kleinen Bilderserie präsentierten Laura und Sarah in der ehem. Technischen Marineschule in Kiel, dem Sitz des Maritimen Viertels e.V., die vielen kleinen Trostspender und hoffen, daß diese mithelfen werden, kleine Kindertränen zu trocknen und den Äuglein, trotz der dramatischen Umstände, wieder ein Lächeln zu entlocken. Alle Vorstandsmitglieder des Maritimen Viertels begrüßen diese Aktion der Marine und freuen sich über diesen herzlichen und liebevollen Beitrag.

IMG_0401 klein pcWochenlang folgte der Verein „Maritimes Viertel“ dem Aufruf der Deutschen Marine, für die Flüchtlingskinder im Mittelmeer Spielzeug und Kuscheltiere zu sammeln. Diese Bitte war uns Befehl und so können unsere beiden kleinen Mitglieder Laura und Sarah den erfolgreichen Abschluß dieser Aktion melden. Unter Leitung eines Marineoffiziers wurden heute über zwanzig Säcke mit Stofftieren und weiterem Spielzeug aus der ehem. Technischen Marineschule in der Arkonastr. abgeholt zur Einschiffung auf den Einsatzgruppenversorger „Berlin“. Im Mittelmeer werden die dort eingesetzten Marinesoldaten sicher mit großer Freude diese Trostspender an Flüchtlingskinder aushändigen können.
 Wir vom „Maritimen Viertel“ freuen uns, einen kleinen Beitrag zur Flüchtlingshilfe geleistet zu haben.
 Für uns gilt nach wie vor: REFUGEES WELCOME!

Ein Anfang ist getan!wörterbuch

Sandra Schön hat ein Mini-Wörterbuch für syrische (und andere arabischsprachige) Flüchtlinge auf einer Seite erstellt, die ausgedruckt und zu einem kleinen Wörterbuch gefaltet werden kann. Diese PDF-Datei ist ein Remix bzw. eine Auswahl aus dem Projekt Refugee Phrasebook, das von der Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. (Dr. Markus Neuschäfer) initiiert worden ist und unter der Lizenz CC BY-SA steht, also OER ist und insofern frei genutzt werden kann.

Eine tolle Initiative, die zugleich zeigt, welches Potenzial in Open Educational Resources steckt.

Offensichtlich ergreifen derzeit ganz viele Menschen sinnvolle Initiativen zur sprachlichen Hilfe für Flüchtlinge. Jöran Muuß-Merholz hat hierzu eine gute Idee in die Diskussion geworfen, zu der dieses Mini-Wörterbuch hervorragend passt. Möge es vielen Menschen nutzen!


Hunderte Flüchtlinge bevölkern Containerdorf002klein

Wir waren vor Ort und haben die Flüchtlinge auf dem Nordmarksportfeld Willkommen geheißen!

Container an Container, Zelt an Zelt, darin etwa 500 Menschen: Auf dem Nordmarksportfeld in Kiel ist am Mittwoch vorzeitig eine provisorische Erstaufnahme für Flüchtlinge in Betrieb genommen worden. Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) bezeichnete den um zwei Tage vorgezogenen Start als dringend notwendig. Die zentrale Erstaufnahme in Neumünster war zuletzt völlig überfüllt – auch weil dort Menschen aus München eintrafen, wo seit Montag Tausende Flüchtlinge angekommen sind. „Das ist auch eine Frage der Solidarität der Länder untereinander“, sagte Studt NDR 1 Welle Nord. Allein im August seien 5.600 Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein gekommen – im gesamten vergangenen Jahr waren es 7.600. Laut Studt kommen momentan täglich 300 bis 400 flüchtende Menschen ins nördlichste Bundesland.

Großartig! An die 700 Menschen waren beim Vernetzungstreffen zur ehrenamtlichen Unterstützung der Erstaufnahmeeinrichtung da. Das Engagement in Kiel ist einfach nur begeisternd!

 Aktuelle Informationen über Themen in der Ratsversammlung vom 16. Juli 2015:

Verantwortung für Flüchtlinge in Kiel übernehmencopy-cropped-Header.jpg

Das Land Schleswig-Holstein plant Erstaufnahmeeinrichtungen in den Universitätsstädten.
In Erstaufnahmeeinrichtungen (bundesweit) beginnen Geflüchtete ihre individuellen Asylverfahren, bekommen zum Beispiel erste Orientierung, erste Sprachkurse und gesundheitliche Betreuung. Der Beginn des Verfahrens wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) organisiert. Laut BAMF braucht es ungefähr sechs Wochen, um das Verfahren ordnungsgemäß zu beginnen.
12-11-12-TMS-Eroeffnung12333Um dies zu gewährleisten, braucht das Land Schleswig-Holstein zügig weitere Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen. Unsere Verwaltung hat dies erkannt – wir unterstützen sie bei der Umsetzung.

Die Stadtverwaltung hat dem Land bei der Aufnahme von Flüchtlingen umfangreiche Unterstützung angeboten. Wir unterstützen dieses Vorgehen ausdrücklich, denn wir sind der Meinung, dass Menschen in Not unsere unbedingte Solidarität verdienen. Daher unterstützen wir auch die umfassenden und überlegten Planungen der Verwaltung, dem Land Schleswig-Holstein zur Errichtung einer Übergangslösung für die ab 2016 vorgesehene Erstaufnahmeeinrichtung ein Grundstück am Nordmarksportfeld anzubieten. Diese Unterstützung haben wir mit einem von uns initiierten Beschluss in der Ratsversammlung am 16. Juli bekräftigt.

Die vorgesehene Übergangslösung bis zur Errichtung einer Erstaufnahmeeinrichtung im Jahr 2016 am Bremerskamp eignet sich sehr gut, da sie kurzfristig realisierbar ist. Am ausgewählten Standort kann eine solidarische Nachbarschaft aufgrund der Nähe zur zukünftigen Erstaufnahmeeinrichtung bereits heute entstehen, die auch nach Fertigstellung der Erstaufnahmeeinrichtung weiter funktionieren kann.Luftbild TMS Slg J_Branat
Der Standort nördlich des Nordmarksportfeldes bietet Platz, um die Menschen aufzunehmen und ankommen zu lassen. Er liegt zentral mit einer guten Anbindung in die Innenstadt. Die Nähe zur Erstaufnahmeeinrichtung, die im nächsten Jahr fertig gestellt wird, bietet die Möglichkeit, schon jetzt die vielen Willkommensangebote der haupt- und ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer zu starten. Die Stadtverwaltung handelt richtig, Gespräche zu führen, umfassend über die Pläne zu informieren, und Fragen zu beantworten. Wir unterstützen den Einsatz der Stadtverwaltung und die Politik des Landes bei diesem Vorhaben nach allen Kräften: Unterstützung von Menschen in Not ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei den beteiligten Sportvereinen, der Universität und ihren Studierenden, den beteiligten Ortsbeiräten und der Gemeinde Kronshagen für die Unterstützung dieser Lösung.

Mit unserem Antrag haben wir die Verwaltung auch gebeten zu prüfen, wie eine zentrale Kontaktstelle für Anwohnerinnen und Anwohner eingerichtet werden kann, bei welcher sie Informationen über die Erstaufnahmeeinrichtung erhalten und Anregungen oder Wünsche abgeben können. Zudem soll geprüft werden, ob ein Begegnungsraum zur Verfügung gestellt werden kann, der von kirchlichen oder anderen ehrenamtlichen Gruppen genutzt werden könnte.“

Lisa Yilmaz
Migrationspolitische Sprecherin


Platz für 300 weitere Flüchtlinge

Wohnungsdezernent Gerwin Stöcken steht vor der Marinetechnikschule in der Arkonastraße, die zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden soll. Quelle: Frank Peter

Die Stadt Kiel bereitet sich auf die Aufnahme weiterer Flüchtlinge vor. Nachdem der Hauptausschuss vergangene Woche grünes Licht gegeben hat, kann die Sanierung der alten Marinetechnikschule in der Wik beginnen.

Wenn der 4,5 Millionen Euro teure Umbau nach Plan läuft, könnten bereits im Oktober die ersten der etwa 300 Flüchtlinge in den roten Backstein-Gebäudekomplex einziehen. Das Gelände, wo zwischen 1913 und 2002 die Schiffstechniker der Marine ausgebildet wurden, nutzt „Tatort“-Kommissar Borowski immer wieder mal für Dreharbeiten. Schräg gegenüber in der Arkonastraße, wo die Unterkunft gebaut werden soll, folgt jetzt als erster Schritt eine dringend notwendige Asbest-Sanierung. Zwischen den ehemaligen Büros, berichtet Wohnungsdezernent Gerwin Stöcken (SPD), wurden Wände mit dem verbotenen Stoff hochgezogen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz Bima genannt, überlässt der Stadt für die Aufnahme der vor Kriegen geflüchteten Menschen, meist aus Syrien und Eritrea, das Gebäude kostenlos. Die Gesamtkosten von 4,5 Millionen Euro übernehmen das Land, das 70 Prozent trägt, und die Stadt.

Schon einmal war die Wik im Gespräch, aber als Standort für eine Erstaufnahmeeinrichtung. Doch angesichts der gravierenden Umbaumaßnahmen war die Idee schnell vom Tisch, nachdem von Kosten von mehr als 16 Millionen Euro die Rede war. Nach eingehender Prüfung entschied sich das Land gemeinsam mit der Stadt für einen neuen Zweckbau für 700 Flüchtlinge auf dem uninahen Bremerskamp. Erst vor wenigen Tagen stellte sich der Akademische Senat der Kieler Uni mit großer Mehrheit hinter diese Pläne.